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Johanneum öffnet die Türen
Johanneum stellte seine Stärken heraus

AG-Leiterin Manuela Göller mit ihren Schülern vor einem weihnachtlichen Gespann aus Lego, das die Schüler zusammengebaut haben.
AG-Leiterin Manuela Göller mit ihren Schülern vor einem weihnachtlichen Gespann aus Lego, das die Schüler zusammengebaut haben. FOTO: Sebastian Dingler
Homburg. Viertklässler aus dem Saarpfalz-Kreis schnupperten sich bei einem Informationstag am Homburger Gymnasium Johanneum durch die vielseitigen Angebote der Schule. Moderne Lehrmittel beeindruckten auch die Eltern. Von Sebastian Dingler

Dass sich das Homburger Gymnasium Johanneum großer Beliebtheit erfreut, sah man am Samstag schon daran, dass die Autos bis in die Neue Industriestraße geparkt werden mussten. Kein Wunder, zumal die Schule im vergangenen Jahr den saarländischen Rekord an Neuanmeldungen im laufenden Schuljahr aufweisen konnte. Auch in diesem Jahr war die Resonanz der Eltern auf den Informationstag für Neuaufnahmen wieder sehr gut, wie Schulleiter Helmut Seiwert feststellte. Wie in jedem Jahr erklärten er und sein Stellvertreter Martin Fuchs die Besonderheiten der Schule den Eltern.



Dabei wurde auch der neue Schulseelsorger Jens Henning, zuvor Kaplan in Bexbach, vorgestellt. Seiwert wies auf die Neuheiten im Schulbetrieb hin: So ist die Digitalisierung auch im Johanneum auf dem Vormarsch. „Das wird unterstützt von der gesamten Schulgemeinschaft, von den Elternvertretern, dem Schulverein und dem Schulträger. Wir haben nahezu jeden Raum mit einem Beamer, einer Projektionstafel, einem Laptop und einem Activboard ausgestattet.“ Letzteres ist der Name für eine digitale Tafel. Besonders freute den Schulleiter, dass seine Lehrerkollegen die Schule gerne präsentierten: „Das ist für sie kein verlorener Samstag. Unser Motto ‚Wir leben Schule’ gilt für meine Kollegen genauso wie für mich.“

Mit zahlreichen Infoständen in der Aula und Mitmachaktionen in den Klassensälen zeugte das Gymnasium von seiner Leistungsstärke. Beliebt waren bei den Kindern die Experimente im Physiksaal: Gezeigt wurde dabei unter anderem, wie mit Hilfe von Elektrostatik ein Wasserstrahl abgelenkt wird, wie sich Licht in alle Regenbogenfarben bricht oder wie das Prinzip der kommunizierenden Röhren funktioniert. „Wir wollen hier einen Querschnitt der Experimente zeigen, die im Physikunterricht durchgeführt werden“, sagte  Lehrer Andreas Gingrich dazu. Viel Zulauf gab es auch in einem von zwei Informatiksälen, weil dort die Produkte der „Lego Mindstorm“-Arbeitsgemeinschaft gezeigt wurden. Seit die Schule sich vor Jahren bei der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) als Pilotschule beworben hatte, ist sie mit Robotern und diversem Zubehör ausgestattet. „Die Schüler bauen und konstruieren selbst die Modelle“, erläuterte AG-Leiterin Manuela Göller. Viele Fahrzeuge waren darunter, aber auch ein lauffähiger Elefant oder ein weihnachtliches Gespann mit Rentier und Nikolaus.

Jeden Freitagnachmittag muss Göller 35 Schüler anderthalb Stunden in zwei Sälen beaufsichtigen und anleiten. Unterstützung erhält sie dabei von älteren Schülern. Am Informationstag durften Malik Spengler und John Ganiman aus der sechsten Klasse den Viertklässlern die Robotermodelle erklären. Diese lassen sich über Bluetooth auch mit Smartphones ansteuern.

Daniela Greif war früher selbst auf dem Johanneum und schaut sich nach einer weiterführenden Schule für ihren Sohn Rafael um: „Ich sehe hier viele bekannte Gesichter von früher, die jetzt selber als Eltern herkommen und offensichtlich die Schule in guter Erinnerung haben.“ Nur die EU-Klassen habe es früher nicht gegeben. Vom Info-Tag nahm sie einen positiven Eindruck mit, sie habe sich aber noch nicht entschieden. Bei Lilli Strewenski und ihrem Sohn Lukas geht die Tendenz zum Johanneum: „Das ist die erste Schule, die wir uns hier angucken. Ich habe hier keine Erfahrung, weil ich erst vor Kurzem aus der Pfalz nach Limbach gezogen bin. Mir hat die Technik gut gefallen, dass die zum größten Teil die Sachen frei zusammenbauen und installieren. Französisch finde ich auch gut, das haben wir schon in der Grundschule. Die Schule wirkt insgesamt sehr angenehm.“ Gelobt wurde das Johanneum auch von Tanja Nowak, deren Sohn David die vierte Klasse besucht. „Es hat sich jeder viel Zeit für uns genommen, es wurde alles gut erklärt, für unsere Fragen waren die Lehrer offen.“