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In Jägersburg wieder aufgeblüht

Der neue Stürmer Murat Adigüzel traf in seinen ersten Spielen auf Anhieb für den FSV Jägersburg. Hier schießt er gleich gegen Diefflens Torwart Enver Marina ein Tor. Foto: Markus Hagen
Der neue Stürmer Murat Adigüzel traf in seinen ersten Spielen auf Anhieb für den FSV Jägersburg. Hier schießt er gleich gegen Diefflens Torwart Enver Marina ein Tor. Foto: Markus Hagen FOTO: Markus Hagen
Jägersburg. Oberligist FSV Jägersburg hat mit Stürmer Murat Adigüzel einen guten Fang gemacht. In Völklingen erlebte er zuletzt Unschönes. Der 24-jährige Homburger hat den Traum vom Profi aber noch nicht aufgegeben. Heute Abend kommt Borussia Neunkirchen zum Saarderby. Stefan Holzhauser

Heute Abend empfängt der Fußball-Oberligist FSV Jägersburg um 19 Uhr im Ostsaar-Derby das Team von Borussia Neunkirchen . Dann wird auch wieder Murat Adigüzel in der Anfangsformation stehen. Der 24-jährige Neuzugang hat in den ersten vier Spielen schon zwei Mal getroffen.



Der türkischstämmige Angreifer begann seine Laufbahn beim SV Reiskirchen. In der Jugend folgten dann noch die Stationen FC Homburg, Borussia Neunkirchen und SV Elversberg . An der Kaiserlinde verbrachte der in Homburg lebende Stürmer auch seine A-Junioren-Zeit. Anschließend trug er zwei Spielzeiten das Trikot der zweiten Mannschaft der SVE in der Oberliga. Es folgten die weiteren Stationen: Mit dem SVN Zweibrücken wurde er Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Adigüzel wechselte dann zum FSV Salmrohr und wiederum zur SV Elversberg II, wo er auch zwei Drittliga-Einsätze gegen RB Leipzig sowie Borussia Dortmund II für die erste Mannschaft hatte.

Vergangene Saison spielte er bei Oberligist SV Röchling Völklingen. "Der Kontakt zum FSV Jägersburg war über Team-Manager Martin Germann entstanden, der mich angerufen hatte. Das Kapitel Röchling Völklingen war für mich abgeschlossen", sagt Adigüzel. Dort hatte er sich in der Winter-Vorbereitung bei einem Testspiel einen Nasenbeinbruch zugezogen, der operiert werden musste. "Ich hatte dann beim Verein angefragt, ob sie mir eine Maske bezahlen können. Das wurde abgelehnt - und ich bekam keine Chance mehr. Erst im Abstiegskampf sollte ich noch einmal spielen. Dann hätte ich auch die Maske bekommen. Doch dann wollte ich auch nicht mehr", berichtet er. Bis zur Winterpause war er in Völklingen noch Stammspieler, seine letzte Pflichtspiel-Partie für seinen damaligen Verein bestritt er am 5. Dezember vergangenen Jahres.

In Jägersburg ist Adigüzel wieder aufgeblüht und spürt das Vertrauen von Trainer Marco Emich. "Murat hat sich auf Anhieb hier gut eingelebt. Er ist ein erfahrener und torgefährlicher Stürmer, der uns direkt weitergeholfen hat", lobt ihn sein neuer Trainer. Der 24-Jährige selbst sagt: "Das ist eine super Mannschaft hier. Und ich verstehe mich mit allen Spielern und dem Trainer sehr gut."

Der Homburger hat den Traum aber nicht aufgegeben, im Fußball noch den Durchbruch zu schaffen und davon leben zu können. Dennoch plant er zweigleisig und arbeitet derzeit bei der Firma Celesta-Gebäudereinigung in Homburg-Schwarzenbach auf Probe. Adigüzel pflegt zu den Borussen-Spielern Yannick Bach und Jens Kirchen einen engen Kontakt. "Doch heute wird für 90 Minuten die Freundschaft ruhen", sagt Adigüzel, der seit vergangenem Jahr die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.