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Arbeits- und Ausbildungsmarkt im August
Arbeitsmarkt erholt sich von der Ferienzeit-Flaute

Homburg/Bexbach/Kirkel. Nachdem der Arbeitsmarkt sich während der Sommerferien saisonbedingt auf eine kurze Talfahrt begeben hatte, erholt er sich zum Ende der Ferienzeit bereits wieder. Im August waren im Saarpfalz-Kreis 3790 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 109 weniger als im Juli und 247 weniger als vor einem Jahr. red

Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Das teilt die Agentur für Arbeit mit. Setzt man dies in Vergleich zu den anderen saarländischen Landkreisen, dann gab es in den Kreisen St. Wendel mit 3,2 Prozent, Merzig-Wadern mit 4,3 Prozent und Saarlouis (4,6) weniger Arbeitslose als im Saarpfalz-Kreis. Mehr Menschen waren im Landkreis Neunkirchen (6,7) und im Regionalverband Saarbrücken (8,6 Prozent) ohne Job.


In der Geschäftsstelle Homburg, zu der auch Bexbach und Kirkel gehören, wurden 2769 Arbeitslose verzeichnet, das sind 174 weniger im Vergleich zum Vorjahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,8 Prozent.

„Die Ferienzeit geht zumeist mit einer kurzzeitigen Flaute auf dem Arbeitsmarkt einher, weshalb die Arbeitslosenzahlen in den Sommermonaten zeitlich begrenzt ansteigen. Im Spätsommer und Herbst belebt sich das Personalgeschäft nochmals“, kommentiert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die allgemeine Entwicklung.



Die wenigsten Sorgen macht Haßdenteufel sich um die unter 25-Jährigen, die kürzlich ihre Ausbildung abgeschlossen haben. „Mit ihrer Qualifikation haben diese jungen Fachkräfte die besten Chancen, rasch eine feste Stelle zu finden und in ein erfolgreiches Berufsleben zu starten. Schwieriger sind die Perspektiven hingegen für andere Personengruppen.“ Rund ein Drittel der Menschen, die ohne Job sind, seien langzeitarbeitslos. Ein großer Teil der Arbeitslosen, 40,4 Prozent, zählten zur Altersgruppe der über 50-Jährigen. „Auf diese Entwicklungen adäquat zu reagieren, stellt für die Arbeitsverwaltung eine große Herausforderung dar“, so Haßdenteufel.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften lag im August mit 333 Neuzugängen um 26 unter dem Vormonatsniveau. Seit Jahresbeginn wurden 2955 Stellen gemeldet. Der Stellenbestand blieb mit 1466 Jobangeboten sehr hoch (plus 8,1 Prozent zum Vorjahr) Die überwiegende Zahl der Jobangebote war in der Zeitarbeit, im Handel, im Gesundheits- und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe, im Gastgewerbe, im Baugewerbe, im freiberuflichen/wissenschaftlichen/technischen Dienstleistungsbereich und im Logistikbereich gemeldet.

Im Saarpfalz-Kreis suchten seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 596 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, 0,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig wurden 966 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Am statistischen Zähltag im August waren noch 85 Jugendliche unversorgt und noch 231 Stellen unbesetzt.

„Der Ausbildungsmarkt befindet sich aktuell auf der Zielgeraden. Auch wenn viele Jugendliche am 1. August in die Ausbildung gestartet sind, ist dies für noch unversorgte Bewerberinnen und Bewerber kein Grund, die eigenen Bemühungen resigniert einzustellen. Auch nach dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres haben Ausbildungssuchende und Betriebe noch gute Chancen zueinander zu finden“, betont Jürgen Haßdenteufel.