| 21:18 Uhr

Lärmschutz an der B 423
Immer wieder Ärger über zu viel Lärm

Um den Lärm an der A6 und zur Auffahrt Homburg gibt es immer wieder Diskussionen. Foto: Thorsten Wolf
Um den Lärm an der A6 und zur Auffahrt Homburg gibt es immer wieder Diskussionen. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Wo viele Autos und Lastwagen fahren, da ist es laut. Daher soll es an der B 423 Richtung A 6 voraussichtlich noch in diesem Jahr den lange versprochenen Lärmschutz geben, in Reiskirchen soll der Geräuschpegel gemessen werden. Ulrike Stumm

Diskussionen um Lärm und um den Straßenverkehr, beides eng verbundene Themen, sind eigentlich fast überall Dauerbrenner - das ist auch in Homburg der Fall. Hier ist es vor allem die Autobahn A 6, die für Fragen und Diskussionen sorgt, zum Beispiel bei der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Da ging es zum einen auf Antrag der CDU um den Stand der Dinge beim Bebauungsplanverfahren zum geplanten Autobahnanschluss Homburg Ost.



Bauamtsleiter Michael Banowitz übernahm es, den Rat hier auf neuen Stand zu bringen. Er hoffe, dass in der nächsten oder übernächsten Bauausschusssitzung vorgestellt werden kann, wo überhaupt Trassen gebaut werden können. Da gehe es zum einen um naturschutzrechtliche Vorgaben - die entsprechenden Bestandsaufnahmen seien erhoben, "wir kennen alle naturschutzrechtlichen Restriktionen", wissen um den Zustand von Natur und Landschaft. Zudem sei für den Bund aber auch wesentlich, dass eine verkehrliche Entlastung gegeben sei. Jetzt würden die möglichen Straßenvarianten verkehrlich überprüft, dann gehe es um den Baugrund und ähnliches. Es sei, machte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind klar, ein zäher Prozess. "Wir hätten jetzt auch gerne eine Vorzugsvariante."

Weiteres Thema, ebenfalls auf Antrag der CDU: der Lärmschutz an der B 423 - und zwar auf dem Teilstück stadtauswärts, etwa Berliner Straße Richtung Autobahn. Es seien, so Markus Uhl (CDU), vor Jahrzehnten bereits Lärmschutzmaßnahmen zugesagt worden. Die ursprünglichen Zusagen, ergänzte Oberbürgermeister Schneidewind zum Hintergrund, stammten aus den 80er Jahren - schon da hieß es, dass hier eine Lärmschutzwand stehen solle. Die Menschen haben ein Recht darauf, machte Rüdiger Schneidewind klar.

Letztlich sei die Maßnahme zur Lärmschutzwand entlang der B 423 / Bexbacher Straße von der Planung bis zum Bau aber eine Sache des Landesamts für Straßenbau (LfS), teilte die Stadt auf Nachfrage weiter mit.

Nach Freigabe der Verkehrszahlen 2015 werde nun die Entwurfsplanung entsprechend überprüft und überarbeitet. Dann soll unmittelbar Baurecht geschaffen werden. Im Rahmen dieses Verfahrens werde auch der Stadtrat beteiligt, die Bürger sollen dann ebenfalls informiert werden. Anschließend, voraussichtlich noch in diesem Jahr, soll die bauliche Umsetzung folgen, so die Stadt.

Während es hier also schon um konkreten Schutz vor dem Krach geht, soll an anderer Stelle ermittelt werden, wie hoch die Geräuschbelastung derzeit überhaupt ist. Auch das hatte die CDU auf die Tagesordnung gebracht. Konkret geht es um eine Lärmmessung entlang der A 6 in Höhe Reiskirchen, zugleich werden Maßnahmen zum besseren Lärmschutz gefordert. Uhl erläuterte, dass er sich mit einer Bürgerinitiative getroffen habe, um über dieses Thema zu sprechen.

Es gebe nur eine sehr alte und unterdimensionierte Lärmschutzwand, zudem soll bekanntlich die Tank- und Rastanlage Homburg zwischen den Ausfahrten Homburg und Waldmohr umgebaut und erweitert werden. Die Bürgerinitiative befürchtet dadurch weitere Belastungen für Reiskirchen.

Das Ansinnen "Lärmmessung" könne er nur unterstützen, sagte OB Schneidewind. Die Frage sei, inwieweit die Kosten vom LfS übernommen werden. Wahrscheinlich, führte er aus, müsse die Stadt diese Messung nicht zahlen.

Am Ende entschied sich der Stadtrat einstimmig dafür, eine solche Lärmmessung anzugehen.

Zum Thema:

Die Stadt beteiligt sich vom 16. Mai bis 5. Juni an der bundesweiten Kampagne "Stadtradeln" des Klimabündnisses. An 21 Tagen haben Bürger die Gelegenheit, auf das Fahrrad umzusteigen. Bis gestern hatten sich dafür mehr als 80 Homburger Radler registriert. Die erradelten Kilometer werden gesammelt. Der offizielle Startschuss zur Aktion fällt am Dienstag, 16. Mai, um 10.45 Uhr auf dem Christian-Weber-Platz. Im Anschluss bieten die Radlerfreunde Homburg eine einstündige Radtour an. Auf dem Christian-Weber-Platz findet bis 15 Uhr ein Programm rund ums Fahrrad statt. Alle Infos zur Anmeldung, auch Ergebnisse oder Zwischenstände findet man unter www.stadtradeln.de/homburg

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