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Kolpingtag
Im Geiste Kolpings mutig auf neuen Wegen gehen

Werner Frank (links) ehrte Karl-Heinz Deckarm gemeinsam mit Präses Pater Heinz Limburg (rechts) für seine 40-jährige Mitgliedschaft.
Werner Frank (links) ehrte Karl-Heinz Deckarm gemeinsam mit Präses Pater Heinz Limburg (rechts) für seine 40-jährige Mitgliedschaft. FOTO: Markus Hagen
Homburg. (ha) Mit einem Festgottesdienst in der katholischen Kirche St. Fronleichnam feierte die Kolpingfamilie Homburg-Zentral den Kolpinggedenktag. Im Verlauf des Gottesdienstes, der von Präses Pater Heinz Limburg gehalten wurde, wurde Karl-Heinz Deckarm vom Vorsitzenden der Kolpingfamilie, Werner Frank, für 40-jährige Mitgliedschaft besonders ausgezeichnet. Ulrike Meyer (40 Jahre) und Werner Kapitain (50 Jahre), die am Sonntag nicht anwesend sein konnten, erhalten ihre Jubiläumsurkunden nachgereicht. Frank, der zudem fünf neue Mitglieder nicht nur begrüßen, sondern auch vorstellen konnte, meinte: „Die Ehrung und die Neuaufnahmen gehören in die Eucharistiefeier hinein. Wir wollen damit deutlich machen, dass wir als Kolpingfamilie ein Teil einer Gemeinde sind, die vor allem aus der Begegnung und Verbindung mit ihrem Herrn und Bruder Jesus Christus lebt.“ Auch Adolph Kolping habe aus dieser Kraftquelle für sein unermüdliches Wirken geschöpft. Von Markus Hagen

 In der Festpredigt ging es Pater Heinz Limburg um die Bedeutung des Schuhs. „Ein Schuh ist ein aus Leder oder Textil gemachtes Kleidungsstück für den Fuß“, stellte er zu Beginn fest. Was kann der Schuh tun? Die Antwort: „Der Schuh drückt und sollte eine Nummer größer sein, oder auch: Er passt perfekt.“ In dieser Beschreibung finde man alles, was heute zu sagen sei: „Wir müssen es nur übersetzen, und dies wollen wir mit folgenden Fragen tun: Wann drückt der Schuh? Wann drückt die Kolpingfamilie? Wann ist der Schuh zu eng? Wann ist die Kolpingfamilie zu eng? Wann sollte der Schuh eine Nummer größer sein? Wann sollte die Kolpingfamilie eine Nummer größer sein? Wann passt der Schuh perfekt? Wann passt die Kolpingfamilie perfekt?“



 „Mein Schuh tut gut“, so Pater Heinz Limburg. Diesen Satz habe man seit dem 18. November schon oft gelesen und gehört. Hinter diesem Motto verbirgt sich eine Sammelaktion der Kolpingfamilie Homburg-Zentral. „Der Aufruf gilt nicht nur dazu, gut erhaltene Schuhe zu spenden, sondern auch in die Fußstapfen Adolph Kolpings zu treten.“ Wie mache man das? Mit bloßer Nachahmung sei nichts gewonnen, Kopieren lasse sich Adolph Kolping nicht. Und dies sei auch gut so. Es gelte also nicht ihn nachzumachen. „Es gilt, ihn zu übersetzen. Übersetzen in unsere Zeit.“ Die Lösungen, die Kolping am Ende des 19. Jahrhunderts gefunden hat, um den heimatlosen Handwerksgesellen ein Zuhause zu geben, seien nicht die Aufgaben unseres Jahrhunderts, Wir müssen, so Limburg, wenn man dem Geist Kolpings treu bleiben wolle, neue Wege gehen. Und dies mit Weitblick und Mut.“ Gefragt sei: Offenheit für andere Menschen, Freude über die Vielfalt der Kirche und Aufbau in der einen Welt. Es gebe keine Schwarz-Weiß-Malerei. „Wir müssen hellhörig werden, wo der Schuh drückt.“

 Auch die Kolpingfamilie Homburg-Zentral macht bei der bundesweiten Schuhspendenaktion mit. Die Sammelaktion zugunsten der internationalen Kolping-Stiftung und des Sozialkaufhauses „Leuchtender Stern“ in Limbach wird bis zum 28. Januar fortgesetzt. Gespendete Schuhe können an allen katholischen Kirchen in Homburg abgegeben werden.