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Neuer Naturschutzbeauftragter
Im Dienst für eine saubere Umwelt

Aus den Händen von Kirkels Bürgermeister Frank John (zweiter von rechts) erhielt Henning Schwartz (zweiter von links) gestern die Ernennungsurkunde zum Naturschutzbeauftragten für den Ortsteil Kirkel-Neuhäusel, mit dabei Ortsvorsteher Patrick Ulrich (links) und der zuständige Fachbereichsleiter Udo Reis.
Aus den Händen von Kirkels Bürgermeister Frank John (zweiter von rechts) erhielt Henning Schwartz (zweiter von links) gestern die Ernennungsurkunde zum Naturschutzbeauftragten für den Ortsteil Kirkel-Neuhäusel, mit dabei Ortsvorsteher Patrick Ulrich (links) und der zuständige Fachbereichsleiter Udo Reis. FOTO: Thorsten Wolf
Kirkel-Neuhäusel. Gemeinde Kirkel ernennt Henning Schwartz zum Naturschutzbeauftragten für den Ortsteil Kirkel-Neuhäusel. Von Thorsten Wolf

Henning Schwartz ist der neue ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte für den Ortsteil Kirkel-Neuhäusel in der Gemeinde Kirkel. Gestern erhielt er aus den Händen von Bürgermeister Frank John ganz offiziell die Ernennungsurkunde. Schwartz tritt damit die Nachfolge von Thomas Brill an, der sich bislang um die Belange des Naturschutzes in Kirkels größtem Gemeindebezirk gekümmert hatte. Mit dem Wechsel im Amt ist auch eine Kontunität verbunden, so ist Henning Schwartz als stellvertretender Leiter der Naturwacht Saarland ebenso auf hauptberuflicher Ebene der Natur verbunden, wie es zuvor Thomas Brill als Förster war. Nun wird sich künftig also Henning Schwartz um den Naturschutz in Kirkel-Neuhäusel kümmern – doch das ist nur ein Teil seines Aufgabenspektrums.


„Ein Naturschutzbeauftragter für einen unserer Ortsteile soll beispielsweise durch fachliche Information und Aufklärung auf ein besseres Verständnis von Natur und Landschaft bei den Bürgerinnen und Bürgern hinwirken. Er sollte die möglichen Fehlentwicklungen in der Siedlungs- und Kulturlandschaft und ihrer Nutzung den Naturschutzbehörden rechtzeitig umfänglich aufzeigen, Zuwiderhandlungen gegen die bußgeldbewehrten Vorschriften des Naturschutz-rechtes feststellen und natürlich auch bei deren Verfolgung mitwirken“, erläuterte Udo Reis, der zuständige Fachbereichsleiter, gestern am Rande der Ernennung. Und: „Er ist berechtigt, Auskünfte einzuholen, Grundstücke zu betreten und Untersuchungen vorzunehmen, so weit dies zur Erfüllung seiner Aufgaben notwendig ist. In diesem Rahmen hat er die polizeilichen Befugnisse, Identitätsfeststellungen durchzu-führen und Platzverweise auszusprechen.“ Dies alles sei durchaus „ein scharfes Schwert“, so Reis. Doch hätten sich die Naturschutzbeauftragten der Vergangenheit in ihrem Selbstverständnis nicht als „Polizisten“ gesehen.

Diesen Eindruck vermittelte Schwartz auch selbst im Gespräch mit unserer Zeitung, Gefragt, welche Projekte er nun anstoßen wolle, rückte der neue Naturschutzbeauftragte von Kirkel-Neuhäusel auch das Thema „Kommunale Bio-Diversität“ in den Fokus, „also: Wie bringe ich Artenvielfalt in die Kommune. Das kann damit anfangen, dass man auf gemeindeeigenen Grundstücken kommunales Saatgut ausbringt, diese so durch blühende Pflanzen aufzuwerten um so die Insektenvielfalt zu erhöhen oder zumindest zu erhalten. Das wäre ein Projekt, das ich als Wunsch hätte. Aber das muss natürlich mit der Gemeinde, mit dem Bürgermeister und den Gremien abgesprochen werden.“ Grundsätzlich, und auch das war gestern Thema, sei die Gemeinde nicht gesetzlich dazu verpflichtet, Naturschutzbeauftragte für die drei Gemeindeteile zu berufen. Aktuell ist man für Altstadt auch noch auf der Suche. Dieses Ehrenamt habe in Kirkel aber eine lange Tradition. Frank John: „Die Ortsräte sind natürlich daran interessiert, einen Ansprechpartner im Bereich des Naturschutzes zu haben. Das wird gegenwärtig zum Beispiel in Limbach sehr gut gelebt, da werden Dinge entwickelt und umgesetzt.“

Auch in Kirkel-Neuhäusel, so dessen Ortsvorsteher Patrick Ulrich, habe die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Naturschutzbeauftragten Thomas Brill sehr gut geklappt. „Thomas Brill hatte mit seinem beruflichen Hintergrund einen ganz anderen Blickwinkel als, zum Beispiel, ein Kommunalpolitiker und gibt einem entsprechende Hinweise. Und das ist schon wichtig. Denn wir sind eine Gemeinde im Grünen.“

Für dieses Grün bringt Henning Schwartz nun einiges an Qualifikationen mit. Als hauptamtlicher stellvertretender Leiter der Naturwacht Saarland ist der neue Naturschutzbeauftrage von Hause aus Forstwirt und hat eine weitere Ausbildung zum Natur- und Landschaftspfleger absolviert. Zusätzlich zu diesen Qualifikationen hat Schwartz den Jagdschein und die Qaulifikation als Jagdaufseher, ist zertifizierter Probennehmer für Wasser, Boden und Abfall sowie zertifizierter Baumkontrolleur.