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Theater
Ibsens „Gespenster“ im Saalbau

Die Schauspielerin Anja Kruse  steht in Homburg in Ibsens Stück „Gespenster“ auf der Bühne.
Die Schauspielerin Anja Kruse  steht in Homburg in Ibsens Stück „Gespenster“ auf der Bühne. FOTO: Horst Ossinger / dpa
Homburg. Das Ensemble der Theatergastspiele Fürth bringt das Stück zur Aufführung, im Ensemble steht unter anderem Anja Kruse. Von

Es gibt wieder Theater im Homburger Saalbau: Am 15. März geht es weiter in der Reihe mit Henrik Ibsens „Gespenster“. Er löste 1881 mit diesem Werk  einen Skandal aus. Das Familiendrama wurde daher auch von etlichen Theatern abgelehnt. Ibsens Dramen beeinflussten Generationen von Dichtern, Philosophen und Politikern und machen ihn zu einem Autor von Weltrang. Die Aktualität seiner Stücke, in denen er unter anderem die Ehe, die Kirche und das Thema Inzest behandelt, ist ungebrochen. Die Theatergastspiele Fürth haben sich das Werk vorgenommen und sind zwei Monate lang mit „Gespenster“ auf Tournee. Regie führte Peter M. Preissler, für die Bühne zeichnet Martin Käser verantwortlich.


Wenn das Ensemble am Donnerstag, 15. März, um 20 Uhr im Saalbau auftritt  werden einige bekannte Gesichter auf der Bühne zu sehen sein. So spielen Anja Kruse, Michael N. Kühl, Sarah Maria Besgen, Ralf Komorr und Sebastian Sash mit, die allesamt bereits Erfahrungen im deutschen Fernsehen gemacht haben und dem Publikum daher ein Begriff sein können.

Um was es in dem Stück geht? Nach dem Tod von Kammerherr Alving versucht sein Sohn Oswald, ein junger Maler, aus dem Gefängnis der Kleinstadt und der Familie auszubrechen. Unterstützung für seinen Aufbruch in ein neues Leben jenseits der Konvention erhofft er sich von seiner Geliebten Regine, dem Dienstmädchen.

Doch die Gespenster der Vergangenheit verurteilen jeden Neuanfang zum Scheitern: Die Ausschweifungen seines Vaters und die Lebenslügen seiner Mutter stellen sich als moralische und gesundheitliche Hypothek heraus.

Unsere spätbürgerliche Gesellschaft werde von den gleichen Fragen nach Identität und Wahrheit beherrscht, die Ibsen in seinem psychologisch raffiniert gebauten Drama beschreibt. Auch wenn sich die Strukturen geändert haben, werde der Druck der sozialen Verhältnisse immer noch von Generation zu Generation weitergegeben.



In der laufenden Saison stehen dann noch einige weitere Stücke auf dem Spielplan: Spannend und lustig wird es im April bei „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring – das Berliner Kriminal­theater bringt diese nach Homburg. Den meisten ist diese Krimikomödie durch die Filmfassung mit Cary Grant ein Begriff. Auch ein Klassiker der Mordgeschichten gehört zum Theaterreigen: „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt, zu sehen in Homburg am 21. Juni. Bereits am 3. Mai steht „Der Regenmacher“, eine Komödie von N. Richard Nash, auf dem Programm. Das Stück spielt im Sommer 1913 zur Zeit der großen Dürre in Texas. Kindertheater gibt’s am 22. Mai, 10 und 15 Uhr mit dem Stück „Der kleine Wassermann“ von Otfried Preußler.