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Handball
HWE strauchelt gegen Schmelz – aber fällt nicht

Homburg. Beinahe hätte die HWE Homburg am Samstag im Heimspiel gegen den HC Schmelz wieder für Spannung im Aufstiegsrennen gesorgt. Homburg strauchelte, fiel aber nicht – und feierte in der Robert-Bosch-Schule am Ende einen mühsamen 24:22 (10:13)-Arbeitssieg. „Besonders in der ersten Halbzeit lief bei uns ganz wenig zusammen“, monierte HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer. Von Mirko Reuther

In der Tat ging insbesondere der Start der Homburger bedenklich in die Hose. Die HWE bekam den Schmelzer Christian Weber (elf Tore) überhaupt nicht in den Griff und lief früh einem 4:6-Rückstand hinterher. Homburg war das Bemühen nicht abzusprechen, aber Gelingen wollte der HWE wenig. Durch ungewohnte Ballverluste und Nachlässigkeiten im Deckungsverbund geriet Homburg weiter ins Hintertreffen. Nach 23 Minuten lagen die Hausherren mit 8:12 hinten. Vor der Pause konnten sich die HWE leicht steigern und den Rückstand bis zur Halbzeit-Sirene auf 10:13 verkürzen.


Nach dem Seitenwechsel kam der Offensivmotor der Homburger dann endlich richtig auf Touren. Nikolai Omlor glich nach 40 Minuten zum 14:14 aus. Weber brachte die Gäste im Gegenzug zwar wieder mit 15:14 in Führung. Aber angeführt vom starken Hendrik Schmidt (sieben Tore) zog die HWE durch einen fulminanten 8:0-Lauf auf 22:15 davon. Als Schmelz den Rückstand bis fünf Minuten vor dem Ende nicht weiter reduzieren konnte (24:17), war die Partie entschieden. Die Gäste betrieben in den Schlussminuten noch Ergebniskosmetik. Ernsthaft in Gefahr geriet der Arbeitssieg der Homburger aber nicht mehr.

Homburg zieht an der Tabellenspitze weiter einsam seine Kreise. Der einzige noch verbliebene Verfolger HSV Merzig/Hilbringen hat bereits sechs Punkte Rückstand. Am Sonntag um 18 Uhr trifft Homburg beim HSV im direkten Duell zum Spitzenspiel an. Selbst im Falle einer Niederlage hätte die HWE im Titelrennen noch die allerbeste Karten. Feiert Homburg einen Auswärtssieg, wären die Saarpfälzer sechs Spieltage vor Saisonende rechnerisch zwar noch abzufangen – bei dann acht Punkten Vorsprung könnten bei der HWE aber endgültig die Sektkorken knallen.

HWE-Tore: Hendrik Schmidt (7), Philipp Daume (5), Michael Mathieu (4/3), Roman Kolepp, Daniel Sorg (2), Philip Rauchschwalbe, Nikolai Omlor, Christian Boscolo, David Klein (je 1)