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Handball
HWE Homburg sucht einen Trainer

Homburg. Von Mirko Reuhter

Thomas Zellmer, der Spielertrainer des Handball-Saarlandligisten HWE Homburg wurde in der Nacht auf Donnerstag Vater von Zwillingen. Bei seinem Verein freut man sich über das Familienglück des 30-Jährigen. Einziger Wermutstropfen: Die neue familiäre Verantwortung des nun dreifachen Familienvaters bedeutet, dass Zellmer den Tabellenführer nach der Runde zum Oberligisten SV 64 Zweibrücken verlassen wird. Das Traineramt wird er dort nicht mehr bekleiden „Natürlich haben wir für seine Entscheidung Verständnis“, sagt Jörg Ecker, der Abteilungsleiter der Homburger vor dem Auswärtsspiel der HWE am Samstag um 20 Uhr bei der HSG DJK Nordsaar. Ecker erklärt: „Trainingsplanung, Beobachtung des Gegners, Vorbereitung und Nachbereitung der Ligaspiele – der zeitliche Aufwand als Spielertrainer ist viel höher als für einen Spieler. Dazu kommt, dass Thomas in Zweibrücken noch einmal mit seinem Bruder zusammen spielen kann. Wir trennen uns nach der Saison im Guten voneinander.“


Die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Trainer gestaltet sich allerdings schwierig. Daran ist ausgerechnet der Erfolg der HWE schuld, die als Tabellenführer auf Kurs Richtung Aufstiegsrelegation liegt. „Für uns ist das keine leichte Situation. Wir wissen ja nicht, ob wir nächstes Jahr in der Saarlandliga oder in der Oberliga spielen. Auch die Verhandlungen mit Neuzugängen gestaltet sich aus diesem Grund schwierig“, sagt Ecker. Bei drei potentiellen neuen Übungsleitern hat er bislang angeklopft. Doch die Kandidaten waren entweder vertraglich gebunden oder die Anfahrt nach Homburg war ihnen zu weit. „Wir suchen mit Ruhe und Gewissenhaftigkeit. Wir werden jetzt nicht mit vier Kandidaten zeitgleich Verhandlungen aufnehmen. So etwas finde ich unseriös. Und in Sachen neue Spieler bauen wir auch auf den eigenen Nachwuchs. Wir sind ein Handballverein und keine Sozialarbeiter. Dass wir mit Geld um uns werfen oder solche Spieler verpflichten, die erwarten, dass wir ihnen eine Arbeit organisieren, wird hier nicht passieren“, sagt Ecker.

Die zweite Saisonniederlage der Homburger am vergangenen Spieltag gegen die HSG TVA/ATSV Saarbrücken (26:34) will der Abteilungsleiter nicht überbewerten. „In Saarbrücken ist es wegen dem Harzverbot für keine Mannschaft leicht. Dort werden noch andere Teams Punkte liegen lassen.“ Den kommenden Gegner Nordsaar kann Ecker schwer einschätzen: „Das ist eine Wundertüte. Mal spielen sie hervorragenden Handball. Eine Woche später veranstaltet ihre Abwehr den Tag der offenen Tür.“ Bis Anfang Februar spielt Homburg außerdem noch gegen den Tabellendritten SV Zweibrücken II und den Dritten TV Niederwürzbach. „Danach wissen wir, wo die Reise im Aufstiegsrennen hingeht“, sagt Ecker.