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Handball-Oberliga
Gelingt dem Aufsteiger die Überraschung?

Homburg/Völklingen. Handball-Oberliga: Der TV Homburg muss am Samstag bei Saar-Rivale HSG Völklingen antreten.

Kann der TV Homburg seinen ersten Saisonsieg in der Handball-Oberliga bestätigen? Oder beendet die HSG Völklingen ihre Negativ-Serie von vier Niederlagen infolge? Eine Antwort gibt es am Samstag im dritten Saarland-Derby der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Um 18 Uhr empfängt die HSG Völklingen den TV Homburg in der Hermann-Neuberger-Sporthalle in Völklingen. Für beide Mannschaften ist das Aufeinandertreffen noch nicht die letzte Partie vor der Weihnachtspause, dafür aber der Abschluss der Hinrunde. „Wir haben am vergangenen Wochenende in Budenheim eine richtig starke erste Halbzeit gespielt“, meint Hendrik Balthasar. Gegen den Tabellenzweiten führte die HSG zur Halbzeit 14:13, ehe ihr im zweiten Durchgang die Kräfte ausgingen. „Daraus können wir Selbstvertrauen ziehen. Klar will Homburg gewinnen Aber meiner Meinung nach müssen wir zwei Punkte auf jeden Fall holen. Für uns sind das sehr wichtige Punkte“, sagt der Völklinger Linksaußen. Nach starkem Saisonstart befand sich Völklingen zwischenzeitlich in Schlagdistanz zu den Spitzenmannschaften der RPS-Liga. Zuletzt rutschte die Mannschaft nach fünf Niederlagen und einem Unentschieden aus den zurückliegenden sechs Spielen auf den zehnten Platz ab. Der TV Homburg hingegen schaffte am Wochenende endlich den Befreiungsschlag. Mit dem 28:27-Heimsieg über die TSG Friesenheim 2 sammelten die Ostsaarländer ihre ersten beiden Punkte und gaben gleichzeitig die rote Laterne an den Gegner ab. Zwar ist Homburg immer noch Vorletzter der Oberliga, der lang ersehnte Erfolg hat der Mannschaft aber Aufschwung gegeben. „Wir waren alle erleichtert. Es war schon eine leichte Euphoriestimmung in der Mannschaft, die ich nicht ganz teilen konnte, weil wir nicht unbedingt besser gespielt haben“, sagt Homburgs Philipp Daume. „Aber im Training und so hat sich das schon bemerkbar gemacht, dass wir die Punkte geholt haben. Bei Völklingen ist momentan auch bisschen der Wurm drin. Vielleicht können wir den Schwung aus der Trainingswoche mitnehmen. Ich bin optimistisch.“ Wenn da nur nicht das bekannte Problem mit den eigenen Nerven wäre. „Die technischen Fehler sind das Problem. Wenn du überlegst, dass du dem Gegner zehn bis 15 Mal den Ball gibst ohne geworfen zu haben, ist das zu viel.“


Um den TV Homburg zu diesen Fehlern zu zwingen, hofft der 19 Jahre alte Balthasar, dass seine Mannschaft zurück zu ihrer Stärken findet. „Für mich persönlich ist die Abwehr wichtiger als der Angriff. Ich glaube, unser Trainer Berthold Kreuser sieht das genauso.“ Besonders die Defensive funktionierte, wenn Völklingen erfolgreich war. „Aber in den letzten Spielen haben wir immer 29 oder mehr Tore kassiert, das ist natürlich viel zu viel. Jeder hat zu oft alleine gegen seinen Gegenspieler gestanden. Das war am Anfang der Saison noch nicht so.“ Dennoch warnt Daume vor der Defensiv-Stärke der Gastgeber: „Sie stehen immer relativ defensiv. Und uns fehlt es ein wenig an Rückraum-Schützen“, sagt der TVH-Rechtsaußen, bei dessen Mannschaft Linkshänder Hendrik Schmidt wegen Rückenproblemen nicht im Kader stehen wird. „Aber wenn sie in der 6:0-Abwehr stehen, müssen wir aus dem Rückraum die Chance suchen. Mit unserem Neuzugang Robin von Lauppert und mit Niklas Eberhard haben wir zwei Leute, die das richtig gut können.“

(jhl)