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Homburger Protestanten haben seit Sonntag einen neuen Dekan

Seit gestern ist Thomas Holtmann aus Schwarzenacker der neue Dekan im Kirchenbezirk Homburg. Foto: Thorsten Wolf
Seit gestern ist Thomas Holtmann aus Schwarzenacker der neue Dekan im Kirchenbezirk Homburg. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Nun ist es offiziell. Der Kirchenbezirk Homburg hat mit Pfarrer Thomas Holtmann einen neuen Dekan. Er trat am Sonntag die Nachfolge von Fritz Höhn an, der Ende Februar in den Ruhestand verabschiedet wurde. thw

Es war ziemlich genau 14.50 Uhr gestern Nachmittag in der evangelischen Stadtkirche Homburg , als aus Pfarrer Thomas Holtmann mit den Worten "Ja, mit Gottes Hilfe" Dekan Thomas Holtmann wurde. Damit hat der Kirchenbezirk Homburg eine neue Führung und die Pfarrstelle Homburg 1 einen neuen Pfarrer . Holtmann, geboren 1974 in Dortmund, tritt die Nachfolge von Fritz Höhn an. Der war Ende Februar aus seinem Amt verabschiedet worden (wir berichteten). Oberkirchenrat Michael Gärtner, er führte Holtmann in sein neues Amt ein, zeigte sich sicher, dass Holtmann als Dekan zusammen mit allen den Weg gehen werde, "manchmal allen voran, manchmal nebenher, gelegentlich auch hinterher, ein Weg, vom man nicht weiß, wie er aussieht." Er, so Gärtner, freue sich auf die Zusammenarbeit mit Thomas Holtmann als neuem Dekan.

Holtmann selbst, bislang Pfarrer in der Kirchengemeinde Schwarzenbach/Schwarzenacker/Wörschweiler, rückte in seiner ersten Predigt als Dekan die Themen "Weg" und "Neuanfang" in den Mittelpunkt. "Die Kirche ist eine Institution geworden, hat sich eingerichtet in der Welt." So stellte er die Frage, ob bei einer so großen Einrichtung überhaupt daran zu denken sei, man sei auf einem Weg oder könne sich gar auf den Weg machen? Holtmann bejahte mit Blick auf seinen Predigttext aus dem Lukas-Evangelium. So könne die Sehnsucht nach Aufbruch erhalten werden, "die Sehnsucht danach, dass da noch mehr ist. Die Sehnsucht danach, dass Leben mehr ist als die alltäglichen Gesetzmäßigkeiten." Holtmann stellte die auch die Frage in den Raum "Was hindert uns eigentlich daran, uns auf den Weg zu machen?" Nur bei sich selbst zu bleiben, sei mit Sicherheit auch nicht schlecht, "doch gibt es da nichts Neues zu entdecken". Immer wieder rückte er eben dass "sich auf den Weg machen" als notwendig ins Bewusstsein der Gäste in der Stadtkirche. "Auf dem dem Weg, gemeinsam in Bewegung. Da ändern sich fortwährend die Zuordnungen, mal gehen die einen vorneweg, mal die anderen. Es wird Pause gemacht, Kraft getankt, auch um sich zu vergewissern, dass man auf dem richtigen Weg ist." Dabei werde es nicht ausbleiben, war sich Holtmann sicher, dass es Diskussionen um den rechten und richtigen Weg geben werde. "Welcher Abzweig ist der richtige? Vielleicht kommt man auch mal vom Weg ab. Und natürlich verändert sich auch der Weg selbst." So werde es mit Sicherheit auch in Homburg sein. Mit der Verheißung auf das Reich Gottes als Wegzehrung wolle man sich aber gemeinsam auf den Weg machen.