| 23:29 Uhr

Fußball
FC Homburg II und Borussia trennen sich 0:0

HOMBURG. Von Stefan Holzhauser

Wenn ein Fußballspiel 0:0 ausgeht, war es oft in den 90 Minuten davor ziemlich langweilig zugegangen. Es kann aber auch ganz anders gehen. So war es am vergangenen Samstag beim torlosen Remis in der Saarlandliga zwischen dem FC Homburg II und Borussia Neunkirchen. Die Partie fand aus Sicherheitsgründen im Waldstadion statt. 220 Zuschauer wollten sich dieses Ostsaar-Derby nicht entgehen lassen.


Bereits in der Anfangsphase ging es auf beiden Seiten heiß her. Es waren noch keine zwei Minuten gespielt, als Borussias Furkan Erdogan alleine auf das Tor des FCH zustürmte. Der Ball prallte bei seinem Schuss vom Innenpfosten wieder ins Feld zurück. Die zahlreichen Neunkircher Anhänger hatten in dieser Situation bereits die Arme zum Torschrei hochgestreckt. Kurz darauf zirkelte Daniel Ruschmann einen Eckball nach innen, wo Kevin Saks an der Latte scheiterte. Der Neunkircher Nachschuss wurde dann auf der Torlinie geklärt. Und dann bot sich auch noch Erdogan eine zweite gute Chance, als er im Anschluss an einen Querpass von Saks nur um wenige Zentimeter den Ball verpasste. In der Folge entwickelte sich ein gutes und temporeiches Saarlandliga-Spiel. Auch die Hausherren suchten nun den Weg nach vorne. Nach zehn Minuten gab es einen Foulelfmeter für die Grün-Weißen – Patrick Seidel hatte Sven Sellentin zu Fall gebracht. Der Homburger Spielführer Tim Klotsch schnappte sich den Ball, scheiterte jedoch mit dem Strafstoß am gut reagierenden Borussen-Schlussmann Philippe Persch. Da auch der Nachschuss von der Heimelf nicht verwandelt werden konnte, blieb es weiterhin beim 0:0. Auch danach suchten beide Mannschaften mutig den Weg nach vorne, so dass es immer wieder Applaus der Zuschauer gab. Das einzige, was weiterhin fehlte, war das berühmte Salz in der Suppe – sprich die Tore.

Im zweiten Durchgang gab es dann auf beiden Seiten nicht mehr allzu viele Einschussmöglichkeiten. Die beste Homburger Chance hatte Philipp-Marco Wunn, als er den Ball per Volleyabnahme freistehend über das Tor knallte (53.). Zuvor hatte bereits sein Mitspieler Eric Lickert aus halblinker Position das Gehäuse verfehlt (47.). Und auf der Gegenseite raufte sich Saks die Haare, nachdem er aus aussichtsreicher Position nur das Außennetz traf (90.).



„Die erste Halbzeit hatte auf beiden Seiten brutal angefangen. Zur Pause hätte es auch durchaus 3:3 statt 0:0 stehen können. Nach dem Seitenwechsel hat sich Neunkirchen von unserem Anfangsdruck befreit. Letztlich war es ein gerechtes Unentschieden“, erklärte der Homburger Trainer Andreas Sorg. Und sein Kollege Björn Klos von Borussia Neunkirchen meinte: „Die Homburger hatten eine bärenstarke Mannschaft aufgeboten. Mit dem Abpfiff hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen.“