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Homburg jetzt auch auf Schienen

S-Bahn-Chef Andreas Schilling (links) und Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind enthüllten gestern am Hauptbahnhof den Namenszug „Homburg Saar“ auf dem S-Bahn-Zug. Foto: Jürgen Kruthoff/Stadt Homburg
S-Bahn-Chef Andreas Schilling (links) und Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind enthüllten gestern am Hauptbahnhof den Namenszug „Homburg Saar“ auf dem S-Bahn-Zug. Foto: Jürgen Kruthoff/Stadt Homburg FOTO: Jürgen Kruthoff/Stadt Homburg
Homburg. Künftig wird der Name Homburg auch auf Schienen in die Region getragen: OB Rüdiger Schneidewind und Andreas Schilling von der DB Regio Südwest tauften gestern am Hauptbahnhof einen S-Bahn-Zug auf den Namen „Homburg (Saar)“. Ralph Schäfer

Verbindungen schaffen ist die ureigenste Aufgabe der Deutschen Bahn und deren Tochter S-Bahn RheinNeckar. Verbundenheit schaffen gehört dazu - auf dem Weg von Namens-Patenschaften von Städten und Gemeinden der Region für die S-Bahn-Fahrzeuge.


Seit gestern wird der Name Homburg nicht mehr nur über die Weltmeere dank des Patenboots der Bundesmarine gleichen Namens bekannt gemacht, sonder auch auf Schienen in der Südwest-Region: Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Andreas Schilling, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Südwest und Chef der S-Bahn RheinNeckar, tauften am Hauptbahnhof einen S-Bahn-Zug auf den Namen "Homburg (Saar)".

Homburg habe einiges zu bieten, meinte Gastgeber Schilling gestern bei der Taufe . "Und die Stadt ist ein echtes Muss für S-Bahn-Fans: Hier beginnt die längste S-Bahn-Linie Deutschlands nach Osterburken." Die S-Bahn verbinde Homburg mit den Ballungsräumen Kaiserslautern, Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg. "Bis Ende des Jahres ist der Umbau aller 77 Züge abgeschlossen", kündigte der S-Bahn-Chef an. Dann verfügten die Wagen auch über Video-Überwachung. "Die Stadt Homburg gibt mit der Taufe ihre Verbundenheit mit der S-Bahn bekannt", freute sich Schilling, der dem Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind ausdrücklich dafür dankte, als Taufpate zur Verfügung zu stehen.



Für Schneidewind war die Taufe nach eigenem Bekunden "schon ein besonderes Ereignis". Er sprach von einer "Erfolgsgeschichte S-Bahn trotz des Fahrkarten-Kauf-Problems". Besonders erfreulich für den OB: "Homburg hat nie einen finanziellen Beitrag zur S-Bahn leisten müssen." Durch den Nahverkehr, der viele Menschen nach Homburg bringe, "stärken wir auch den Fernverkehr." Homburg habe gerade für den Wochenend-Tourismus viel zu bieten. Die S-Bahn bezeichnete er als "Plus für den Standort". Im Anschluss sorgte der OB gekonnt dafür, dass der Zug mit dem entsprechenden Schaumwein stilecht getauft wurde. Nach der gestrigen Taufe in Homburg tragen jetzt 17 der künftig 77 S-Bahn-Züge den Namen einer Stadt. Der Homburger Zug ist erst der dritte, der neben dem Namen auch das Wappen der Stadt trägt. Er wurde, wie Schilling informierte, im Jahr 2003 in Dienst gestellt und bringt es bis heute auf stolze 2,784 Millionen Kilometer. Er soll noch 17 Jahre unterwegs sein.

Zum Thema:

Auf einen Blick Seit gestern trägt ein Zug der S-Bahn RheinNeckar den Namen "Homburg Saar". OB Rüdiger Schneidewind und Andreas Schilling (DB Regio Südwest) nahmen am Homburger Hauptbahnhof die Zugtaufe vor. Die S-Bahn ist das Rückgrat im Verkehrsverbund Rhein-Neckar. rs