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| 20:19 Uhr

Handball
„Homburg ist eine Art Übermannschaft“

SGH-Spielführer Philip Forster (am Ball/Archivbild) hat früher mit vielen Spielern des kommenden Gegner HWE Homburg zusammengespielt.
SGH-Spielführer Philip Forster (am Ball/Archivbild) hat früher mit vielen Spielern des kommenden Gegner HWE Homburg zusammengespielt. FOTO: Horst Klos (Klosfoto) / Horst Klos_Friedrich-Ebert-Str.2
Homburg. Handball-Saarlandliga: Am Samstag steigt das Derby zwischen der HWE Homburg und der SGH St. Ingbert. Von Mirko Reuther

Am Samstagabend steigt in der Handball-Saarlandliga das Derby zwischen der HWE Homburg und der SGH St. Ingbert. Es ist zugleich das Duell der besten Abwehr der Liga (Homburg) gegen den zweitbesten Angriff (St. Ingbert). Dennoch sind die Vorzeichen vor der Partie, die um 19.30 Uhr in der Sporthalle der Homburger Kreisrealschule angepfiffen wird, unterschiedlich. Während Homburg in der Liga von Erfolg zu Erfolg eilt und die Tabelle nach elf Spieltagen souverän anführt, spielt der Elfte St. Ingbert eine durchwachsene Runde.

Unter dem neuen Trainer Christoph Luck zeigte die SGH zuletzt aber eine ansprechende Leistung und verlor gegen den Tabellenzweiten HSV Merzig/Hilbringen nur unglücklich mit 26:27. „Das Spiel macht Hoffnung. In Homburg sind wir aber trotzdem der Außenseiter. Das ist aber jede Mannschaft. Die HWE dominiert die Liga und hat in der ganzen Saison erst ein Spiel verloren“, sagt SGH-Spielführer Philip Forster. Er spielte zwischen 2011 und 2014 selbst noch für den TV Homburg, aus dem die HWE 2015 hervorging. Den einen oder anderen Tipp wird Forster seinem Trainer Christoph Luck bestimmt mit auf den Weg gegeben haben. Denn mit den HWE-Spielern Michael Mathieu, Lukas Glück, Philip Rauschwalbe und Christian Boscolo spielte Forster selbst noch beim TV Homburg. „Klar, das ist kein normales Spiel für mich. In erster Linie geht es aber um Punkte. Mit einem negativen Ergebnis in die Pause zu gehen, wäre unschön,“ sagt der 28-Jährige.

Unter dem neuen Trainer Luck, der Mitte November Marek Kordowiecki ablöste, sieht Forster die SGH gut aufgestellt: „Marek wollte eine offenisve Abwehr spielen lassen. Das ist grundsätzlich kein schlechtes System. Aber es hat nicht zu uns gepasst. Wir haben viele große Spieler, da ist die 6:0-Deckung, die wir unter Christoph Luck spielen, sinnvoller.“ Kordowieckis System, das darauf abzielte, dass eine offensive Deckung hinten Bälle erobert und vorne einfache Tore erzielt werden, erwies sich im Saisonverlauf zu oft als Bumerang. Bei Kordowieckis Abgang hatte St. Ingbert sogar mehr Tore erzielt (295) als Spitzenreiter Homburg. Dafür aber auch mehr Treffer kassiert (303) als das Schlusslicht VTZ Saarpfalz II. „Unter Christoph Luck macht das Training Spaß. Und seine Maßnahmen haben sofort gegriffen. Gegen Merzig haben wir in der ersten Halbzeit nur zwölf Tore bekommen. Das muss von nun an der Maßstab sein“, fordert Forster. „Homburg ist in dieser Saison eine Art Übermannschaft. Aber es wäre Blödsinn, das Spiel mit der Einstellung anzugehen, dass wir nicht gewinnen können. Eine Chance gibt es in dieser Liga immer“, sagt Luck selbst. Er wird die Mannschaft aber nur bis zum Saisonende betreuen. Ab der kommenden Spielzeit wird dann Sven-Malte Hoffmann Trainer bei der SGH. Der ehemalige Zweitligaspieler der HG Saarlouis trainiert im Augenblick noch Ligakonkurrent HF Illtal II.

Bei der HWE Homburg will man sich von den Trainerrochaden in St. Ingbert nicht beeinflussen lassen. „Natürlich nehmen wir das zur Kenntnis. Aber großartig damit beschäftigt haben wir uns nicht. Wir fahren gut damit, nur auf uns zu schauen“, sagt HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer. Auf die leichte Schulter nehmen will er den Gegner naturgemäß nicht. „Es ist ein Derby, Und die haben ihre eigenen Gesetze. St. Ingbert hat keine schlechte Mannschaft. Philip Forster und Niklas Eberhard haben lange in der Oberliga gespielt. Das wird keine leichte Partie“, sagt Zellmer. Er ergänzt: „2017 ist ein Topjahr für uns. Vor der Saison hätte niemand gedacht, dass wir am Jahresende mit nur zwei Verlustpunkten in der Tabelle ganz vorne stehen. Mit einem Sieg gegen St. Ingbert können wir diese Leistung krönen.“ Gewinnt Homburg das letzte Spiel des Jahres, überwintert die Mannschaft mit mindestens vier Punkten Vorsprung auf den nächsten Konkurrenten an der Spitze. Weil die HWE bislang überhaupt erst ein Spiel verloren hat, wäre das auf dem Weg zur Meisterschaft schon die halbe Miete.