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Handball
Homburg hofft auf die ersten Punkte

Homburg. Der Turnverein Homburg ist bisher noch ohne Punkt in der Handball-Oberliga. Doch der Aufsteiger ist weiterhin motiviert. Nun soll beim Tabellen-Drittletzten HV Vallendar der Knoten platzen. Von Lucas Jost

In der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist es obligatorisch, dass Vereine ihre Heimspiele filmen und diese Aufnahmen allen anderen Vereinen über ein gesondertes Portal zur Verfügung stellen. Video-Studium und -Analyse haben entsprechend massiv an Bedeutung gewonnen. Gesamttaktisch, um Spielsysteme zu studieren und Stärken und Schwächen des Gegners zu analysieren. Aber auch positionsspezifisch, um sich auf gewisse Eigenarten eines bestimmten Gegenspielers vorbereiten zu können. „Jeder Werfer hat seine Lieblingsecke. Wenn Werfer unter Druck sind, suchen sie oft ihre Lieblingsecke“, behauptet Tobias Krumm, Torhüter des Oberliga-Schlusslichts TV Homburg. Vertreter seiner Position können von der Video-Analyse besonders profitieren. „Als Tormann ist es unglaublich hilfreich für die Schussbilder der Gegenspieler. Natürlich ist es trotzdem schwierig, die Bälle zu halten. Aber es hilft.“ Wie sieht so eine Vorbereitung aus? „Ich schaue mir, je nachdem ob es ein Heim- oder Auswärtsspiel ist, die letzten zwei bis drei Heim- oder Auswärtsspiele an und schaue jeden Wurf von ihnen. Zu jedem Wurf schreibe ich mir Notizen auf“, erklärt Krumm und erörtert: „Woran ich erkennen könnte, was den Unterschied bei einem Wurf machen kann. Ob zum Beispiel ein Rechtshänder über die Mitte kommt oder gerade auf die Abwehr drauf geht.“ Ein Spiel aufzuarbeiten nehme rund 30 Minuten in Anspruch. „Ich muss immer aufpassen, dass ich das Spiel nicht ganz schaue“, fängt der 24-Jährige an zu lachen.


Auch vor dem bevorstehenden Auswärtsspiel beim Drittletzten HV Vallendar (Samstag, 18 Uhr) greift der Schlussmann auf die Spiel-Aufnahmen zurück. Details zu seiner Vorbereitung möchte er nicht preisgeben. Er ist sich aber sicher, dass Homburg die ersten Punkte einfahren kann. „Da ist etwas möglich. Wir müssen einfach so spielen, wie wir das können. Wenn wir noch ein bisschen Glück haben, was gegen Mülheim und Kastellaun gefehlt hat, dann klappt das.“