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Hilfe für Tierheime von Kreisen und Kommunen

Homburg. (/) Der Saarpfalz-Kreis sowie die Landkreise Neunkirchen und St. Wendel haben einen Konsortialvertrag zur Unterstützung der Tierheime in Homburg und Niederlinxweiler unterzeichnet. In den kommenden Tagen werde der Vertrag durch die beteiligten 22 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister unterschrieben, teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit. Mit dem Konsortialvertrag werden die Tierheime finanziell unterstützt. Hintergrund ist die Finanznot der beiden Einrichtungen. red

Die Verhandlungen zur Ausgestaltung des Vertrages zwischen den drei Landkreisen und den 22 Kommunen, dem Landestierschutzbeauftragten und dem Vorstand des Deutschen Tierschutzbundes Landesverband Saarland, hat der Landrat des Kreises Neunkirchen, Sören Meng, geführt. Mit dem nun unterzeichneten Papier erhalten die beiden Tierheime von den jeweiligen Kommunen bis zu 30 Cent pro Einwohner im Jahr. Die Landkreise unterstützen die Einrichtungen mit jeweils 10 000 Euro jährlich. Die Tierheime nutzen das Geld zur Finanzierung des laufenden Unterhalts. Auch eine Bedarfszuweisung seitens des Innenministeriums sei in Aussicht gestellt worden. Gemeinsam mit Umweltminister Reinhold Jost habe man sich darauf geeinigt, dass weitere Verhandlungen hinsichtlich der Zusammenarbeit und Finanzierung erfolgen werden. Wie alle Beteiligten betonten, sei dieser Vertrag ein erster Schritt.



Das Tierheim Homburg ist chronisch pleite. Als im Sommer 2016 die Insolvenz im Raum stand, war eine Einmal-Zahlung die letzte Rettung, um ein Minus von 42 000 Euro abzudecken. Um eine dauerhafte Lösung zu finden, wurde ein Konsortialvertrag vorbereitet. Dieser scheiterte im ersten Anlauf. Tierheime und Tierschutzbund lehnten ihn nicht kategorisch ab, hielten aber die Bedingungen für nicht akzeptabel.

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