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Kooperation Kreisjugendamt
Hilfe für arbeitslose Jugendliche

Der Umstand, dass seit einiger Zeit mit dem Jobcenter des Saarpfalz-Kreises, der Agentur für Arbeit und dem Kreisjugendamt alle drei Partner der neuen Kooperation am Kreisel in der Homburger Talstraße ihr Zuhause haben, begünstigt räumlich die nun getroffenen Vereinbarung.
Der Umstand, dass seit einiger Zeit mit dem Jobcenter des Saarpfalz-Kreises, der Agentur für Arbeit und dem Kreisjugendamt alle drei Partner der neuen Kooperation am Kreisel in der Homburger Talstraße ihr Zuhause haben, begünstigt räumlich die nun getroffenen Vereinbarung. FOTO: Thorsten Wolf
Saarpfalz-Kreis. Zusammenarbeit von Agentur für Arbeit, dem Jobcenter des Saarpfalz-Kreises und dem Kreis-Jugendamt. Von Thorsten Wolf

Bei der Betreuung von arbeitslosen Jugendlichen wollen die Agentur für Arbeit Saarland, das Jobcenter des Saarpfalz-Kreises und das Jugendamt des Saarpfalz-Kreises in Zukunft Hand in Hand arbeiten. Am Dienstagnachmittag unterzeichneten dazu Landrat Theophil Gallo und Jürgen Haßdenteufel, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, eine entsprechende Kooperationsvereibarung unter dem Titel „Jugend und Beruf – Jugendberufsagentur“.



Das grundsätzliche Ziel, so Gallo, sei es, die vorhandenen Ressourcen der drei beteiligten Institutionen besser zu koordinieren, zu bündeln und zugunsten von Jugendlichen zu nutzen. In ihren Erläuterungen zur Kooperationsvereinbarung verdeutlichten sowohl Gallo als auch Haßdenteufel, dass es nicht darum gehe, eine neue Verwaltungseinheit zu schaffen. Sinn sei vielmehr, dass die Mitarbeiter der drei Einrichtungen nun Hand in Hand und mit Blick für die Möglichkeiten des jeweils anderen die Jugendlichen beim Thema Beruf unterstützten. Haßdenteufel wies hier auf eine räumliche Besonderheit in Homburg hin, fänden sich doch nach dem Umzug der Agentur für Arbeit von der Richard-Wagner-Straße an den Kreisel an der Talstraße vor einem Jahr genau dort nun alle drei Institutionen an einem Ort. „Das Jobcenter auf der einen Seite, die Arbeitsagentur auf der anderen. Damit sind die beiden großen Einrichtungen zusammen, die Dienstleistungen für arbeitslose Menschen, aber auch für Arbeitgeber, erbringen.“ Mit der nun getroffenen Kooperationsvereinbarung gehe man aber noch einen Schritt weiter, binde man doch nun auch das ebenfalls am Talstraßen-Kreisel befindliche Jugendamt des Kreises mit ein. So wende man sich verstärkt einer Zielgruppe, nämlich Jugendlichen, zu, die in der Arbeitsmarktpolitik an prominenter Stelle rangiere, so Haßdenteufel. Damit gebe es am Kreisel der Talstraße ein „Quartier der Arbeitsmarkt-Dienstleistung“, das nun mit der Einbindung des Kreisjugendamtes eine wichtige Abrundung erfahre.

„Es ist bundesweit eine Besonderheit, dass die drei zentralen Akteure, die junge Menschen von der Schule in Richtung Arbeit oder Ausbildung begleiten, räumlich so eng zusammen sind.“ Intern, so Haßdenteufel weiter, gehe es unter anderem für die drei Partner nun darum, bestehende Angebote abzugleichen. „Wir werden in Zukunft unsere arbeitsmarkt-politischen Instrumente gegeneinander legen müssen, wir werden deutlich genauer hinschauen müssen auf das, was der andere macht. Wir wollen Dopplungen vermeiden. Und wir kommen im einen oder anderen Fall vielleicht auch zur Erkenntnis, wo wir noch Betreuungslücken haben. Das will ich nicht ausschließen.“ Dies alles sei nun möglich, ohne eine neue Struktur zu schaffen, „das macht die ‚Jugendberufsagentur‘ aus“. Mit dem so geschaffenen Miteinander der drei Partner verbinde er, wie Haßdenteufel weiter klar machte, die Hoffnung, gerade der Jugendarbeitslosigkeit im Saarpfalz-Kreis wirksam entgegen treten zu können. Zwar sei deren Zahl mit aktuell 250, gerechnet allerdings ohne Jugendliche in entsprechenden Maßnahmen des Jobcenters oder der Arbeitsagentur, vergleichsweise gering. „Aber das ist, trotz der guten Arbeitsmarktlage hier im Kreis, immer noch eine gehörige Zahl.“

Doch welchen Vorteil bringt die nun beschlossene Verzahnung eben für Jugendliche, gerade auf dem Weg in den Beruf oder hinaus aus der Arbeitslosigkeit? Konkret, so Haßdenteufel, hätten Jugendliche nun eine Anlaufstelle, ganz gleich, ob sich diese bei einem Mitarbeiter des Jobcenters, der Arbeitsagentur oder des Kreisjugendamtes befinde.

„Dort, wo der junge Mensch mit seinem Problem ankommt, dort hat er seinen Ansprechpartner. Und es ist die Aufgabe der Mitarbeiter der drei beteiligten Institutionen, dann auch die anderen Partner mit einzubeziehen und gemeinsam zu einer Lösung zu kommen – das macht den Charakter der ‚Jugendberufsagentur‘ aus.“

Im Kreis von Verantwortlichen von Arbeitsagentur, Kreisverwaltung, Jobcenter und Kreisjugendamt, unterzeichneten Jürgen Haßdenteufel von der Arbeitsagentur Saarland (vorne links) und Landrat Theophil Gallo die Kooperationsvereinbarung.
Im Kreis von Verantwortlichen von Arbeitsagentur, Kreisverwaltung, Jobcenter und Kreisjugendamt, unterzeichneten Jürgen Haßdenteufel von der Arbeitsagentur Saarland (vorne links) und Landrat Theophil Gallo die Kooperationsvereinbarung. FOTO: Thorsten Wolf