| 20:29 Uhr

Schnuppertag
Hier beginnt man mit Englisch

Einmal aus sich rausgehen, in eine andere Rolle schlüpfen: Zusätzlich zum eigentlichen Schulbetrieb bietet das Homburger Mannlich-Gymnasium neben vielen weiteren Facetten wie dem Profil als Unesco-Projektschule und dem Querdenker-Programm auch eine Theater-AG.
Einmal aus sich rausgehen, in eine andere Rolle schlüpfen: Zusätzlich zum eigentlichen Schulbetrieb bietet das Homburger Mannlich-Gymnasium neben vielen weiteren Facetten wie dem Profil als Unesco-Projektschule und dem Querdenker-Programm auch eine Theater-AG. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Am Homburger Mannlich-Gymnasium nutzten Eltern und künftige Schüler die Gelegenheit, sich über das Angebot der Schule zu informieren. Von Thorsten Wolf

Wer heute erfolgreich eine weiterführende Schule „betreiben“ will, der muss weitaus mehr liefern als „nur“ guten Unterricht. Dabei zählt natürlich an allen weiterführenden Schulen der Schulabschluss ganz nüchtern betrachtet als höchstes Ziel. Doch wer sich, wie am vergangenen Samstag beim „Schnuppertag“ am Homburger Mannlich-Gymnasium, umschaute, der merkte schnell, dass es vor allem die Angebote „links und rechts des Wegesrandes“ hin zum Finale sind, die den Charakter einer Schule bilden und ihr Profil schärfen.



Beim Mannlich lässt sich dieses Profil beispielhaft mit diesen Eckpunkten zeichnen: Englisch als erste Fremdsprache; die Möglichkeit, hier mit den Cambridge-Zertifikaten höhere Weihen zu erreichen; der Titel „Unesco-Projektschule“ und auch das inzwischen vom Bund geförderte Querdenker-Programm für besonders engagierte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler.

Dieser Liste fügte Mannlich-Schulleiter Wolfram Peters im Gespräch mit unserer Zeitung am Rande eines Info-Vortrages in der Aula noch ein paar wichtige Aspekte hinzu: „Meine Hauptgesichtspunkte sind Respekt, Gerechtigkeit, Verantwortung und Leistung. Und das sowohl im Rahmen unserer Schule, aber auch im größeren Rahmen wie Kommune, Landkreis – vielleicht  sogar Welt.“

Damit habe die Schule einen gesellschaftlichen Auftrag  über den schulischen hinaus – gleichwohl der Schulstoff, das Vermitteln von Wissen und Fakten entscheidend dafür sei, gesellschaftlich aktiv zu werden. „Wenn man etwas nicht versteht und nicht gelernt hat, etwas zu verstehen, dann fällt man auf Vieles herein.“

Damit eben genau das nicht passiert, dafür will das Mannlich-Gymnasium mit ganz unterschiedlichen und vielfältigen Angeboten eintreten. Und das in Zeiten, in denen  viele schon „vom Kampf ums Kind“ sprechen, wenn es um die reinen Anmeldezahlen geht. Da stellt sich die Frage, was man Eltern auf der Suche nach dem richtigen Schulweg mit gibt. Wie wirbt man für das  Angebot am Mannlich-Gymnasium?

Waltraud Sellier, Didaktikleiterin des Mannlich: „Wer sein Kind mit Englisch als erste Fremdsprache beginnen lassen will, der kann das an unserer Schule. Und wie sind die einzige, die dies bilingual anbieten. Das ist wirklich ein Alleinstellungsmerkmal.“ Doch auch im naturwissenschaftlichen Bereich sei man bestens aufgestellt, auch wenn man keine klassische Schule für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sei.

Von all diesen schulischen Charakteristika konnten sich die Eltern samt ihren Kindern einen Eindruck verschaffen, sei es in einem reinen Vortrag, sei es bei Rundgängen durch die Schule.

Hier ließen sich die Schülerinnen und Schüler des Mannlich-Gymnasiums  gerne über die Schulter schauen. Und die Gäste konnten einiges erleben, so bei Proben zum Musical „Oliver Twist“, an dem die Theater-AG der Schule gegenwärtig arbeitet. Verantwortlich dafür sind die Lehrerinnen Lisa Bickelmann und Anke Busch. Gemeinsam mit ihrem Ensemble vermittelten die beiden am Samstag einen guten Eindruck von dem, was neben dem reinen Schulstoff - auch wenn „Darstellendes Spiel“ seit diesem Schuljahr echtes Unterrichtsfach ist, - zusätzlich am Mannlich möglich ist.

Im Gespräch mit unserer Zeitung gaben Marlene, Rabea, Rouven, Sophie, Niklas und Lara einige Einblicke in die Dinge, die ihr schulisches Parallel-Leben als Musical-Darsteller ausmacht – und vermittelten dabei gleich noch eine weitere, wichtige Facette: Das intensive Erfahren von Gemeinschaft und Freundschaft.

„Das schweißt zusammen“, beschrieb Rouven das Miteinander über Klassengrenzen hinweg. Und Marlene machte  unmissverständlich klar, dass ein solches, zusätzliches Engagement wahrlich keine Abkehr vom eigentlichen Ziel, dem guten Schulabschluss, sei. „Wenn man es will, dann schafft man das!“