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Heute soll die Hülle fallen

Homburg. Ein Transparent verhüllt seit Monaten das Haus an der Ecke des Marktplatzes zur Karlsbergstraße. Darauf ist zwar skizziert, wie das Gebäude nach dem Umbau aussehen soll, doch richtig anschauen kann man sich das alles heute ab 11 Uhr. Zum großen Teil sei man fertig, sagt Eigentümer Philipp Sehn. Ulrike Stumm

Irgendwie haben sich die Homburger an die Baustellen auf ihrem historischen Marktplatz ja schon gewöhnt. Eine der markantesten ist die am ehemaligen Leyser-Haus an der Ecke Marktplatz/Karlsbergstraße. Hier - und das weckt zusätzlich Neugierde - verhüllt seit Monaten ein großes Transparent die Fassade. So kann man nicht sehen, was alles passiert. Erahnen lässt sich natürlich trotzdem einiges, denn an den Seiten lässt die Abschirmung Einblicke zu, und zudem zeigt eine Skizze, was mal werden soll.

Heute nun ist es so weit: Die Hülle soll fallen. Das kündigt der neue Eigentümer des Gebäudes und Bauherr, Philipp Sehn, an. Ab etwa 11 Uhr wird heute Vormittag also ausgepackt. Mit dem Umbau sei man weitgehend fertig, sagt Sehn, außen seien noch ein paar Retuschen nötig, auch Innenarbeiten stehen noch an. Entstanden sind vier um die 70 bis 80 Quadratmeter große, altersgerechte Wohnungen, auch Praxisräume seien hier denkbar, sagt Sehn, und eine 120 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung mit Balkon. Unten ist Raum für ein Ladenlokal, Interessenten gebe es bereits, informiert Sehn, Mieter noch nicht. Ohnehin möchte er die Flächen vermieten und nicht verkaufen. Die wohl markanteste, jetzt schon ein bisschen sichtbare Neuerung, ist ein Turm mit Aufzug und Treppenhaus, der auf einem Segment des Nebengrundstücks entstanden ist.

Das Nebengrundstück und das Landesdenkmalamt sorgten übrigens auch für eine Verzögerung beim Baubeginn . Die Parzelle liege zwischen dem eigentlichen Haus und dem Homburger Traditionsgasthaus "Zum Storchen". Das von ihm gekaufte, 1959 erbaute Haus stehe nicht unter Denkmalschutz , hatte Sehn bei früherer Gelegenheit erläutert. Allerdings habe das Landesdenkmalamt wissen wollen, was auf dem unbebauten Zwischengrundstück passiere und eine Planung für die restliche Fläche gefordert. Hier sei eine Lösung gefunden worden. "Wir haben relativ viel Zeit verloren", sagte Sehn damals.

Den im vergangenen September anvisierten Fertigstellungstermin im April/Mai hat man aber halten können. "Ich bin froh, wenn es fertig ist", betonte Sehn nun vor dem großen Enthüllungstag. Andererseits sei es auch schade. Das sei so wie beim Modellauto bauen. Das ganze Projekt habe ihm wahnsinnig viel Spaß gemacht.

Das ehemalige Leyser-Haus galt vor den aktuellen Bauarbeiten schon lange als wenig ansehnlich. Nachdem ein Papierladen, am Ende dann ein Schuhgeschäft dort im Erdgeschoss ihre Waren anboten, stand es die letzten Jahre komplett leer. Acht bis zehn Jahre seien es bestimmt, hatte Dagmar Pfeiffer, Amtsleiterin für Wirtschaftsförderung bei der Stadt Homburg gesagt und sich auch gefreut, dass hier etwas passierte.

Was genau, das wissen Passanten dann morgen gegen Mittag. Gestern schauten schon einige zu, wie damit begonnen wurde, das Gerüst abzubauen.