| 20:13 Uhr

Handball-Oberliga
Homburg vor spannendem Duell mit Friesenheim

Homburg. In der Handball-Oberliga läuft’s auf einen Zweikampf um Platz 15 hinaus. Der könnte über Verbleib in vierten Liga entscheiden. 

Die Ausgangslage vor dem Heimspiel des Handball-Oberligisten TV Homburg gegen die TSG Friesenheim 2 könnte nicht klarer sein: Homburg ist 16. und Letzter der Oberliga, Friesenheim 15. und Vorletzter. Homburg hat ein Verhältnis von 0:26 Punkten, Friesenheim hat dank eines 22:22-Unentschiedens gegen die HSG Kastellaun/Simmern am zweiten Spieltag ein Verhältnis von 1:25 Punkten. Homburg hat mit einem Torverhältnis von 300:419 das zweitschlechteste der Liga, den ungefährlichsten Angriff und die zweitanfälligste Defensive, Friesenheim hat mit einem Torverhältnis von 303:446 das schlechteste der Liga, den zweitungefährlichsten Angriff und die anfälligste Defensive. An diesem Samstag treffen um 18.30 in der Sport- und Spielhalle Homburg die beiden Abstiegskandidaten der Handball-Oberliga aufeinander. Und sie beide haben nur ein Ziel im Auge: den potenziell rettenden Platz 15 irgendwie zu erreichen oder zu festigen. Sollte aus der 3. Liga Süd keine Mannschaft in die RPS-Oberliga absteigen – durch einen unerwarteten 26:25-Heimsieg über den TSB Heilbronn-Horkheim hat sich die vom Abstieg bedrohte VTZ Saarpfalz ein klein wenig Luft verschafft –, würde es nur einen Absteiger geben und Platz 15 zum Klassenerhalt genügen.„Da müssen wir Punkte holen“, lautet daher auch die klare Ansage von Homburgs Linksaußen David Klein. Gewinnt Homburg, die gerade ihren Spielertrainer Daniel Sorg verloren haben – Sorg hatte nach der 26:37-Niederlage gegen die VTV Mundenheim am vergangenen Samstag sein Traineramt überraschend niedergelegt –, könnten sie kurz vor der Weihnachtspause das lang ersehnte Erfolgserlebnis feiern und der TSG die rote Laterne in die Hand drücken. „In diesem Spiel wird jede Minute entscheidend sein. Ich erwarte auch, dass das ein sehr knappes Spiel wird“, bestätigt Muhamet Durmishi. „Angespannt ist man. Aber Anspannung muss nichts Schlechtes sein. Es ist ein bisschen paradox, aber wir müssen gucken, dass wir trotz Druck frei aufspielen.“ Gewinnt Friesenheim, wüchse der Vorsprung auf die Saarländer auf drei Punkte an. Den bisherigen Ergebnissen nach zu urteilen, die bisher meist sehr deutlich ausgefallen sind, könnte sich Homburg von diesem Rückstand nur sehr schwer erholen. Der Abstand zur HSG Kastellaun/Simmern (14. Platz, 7 Punkte) ist geradezu unüberwindbar.Trotz, oder gerade wegen der Bedeutung der Begegnung mache sich in der Mannschaft eine besondere Stimmung bemerkbar, so Durmishi.


„Diese Woche trainieren wir sehr gut. Jeder weiß, was am Wochenende kommt. Am Samstag wird jeder in die Halle kommen und wissen, was auf dem Spiel steht“, berichtet der 17-Jährige, der auf Rückraum und am Kreis eingesetzt werden kann. Was am Ende den Ausschlag geben könnte? „Die Tagesform. Große Unterschiede gibt es nicht. Wir dürfen die Anfangsphase nicht verschlafen. Ich denke, der Anfang wird sehr wichtig sein, um sich früh zu zeigen“, sagt er.  „Wenn es richtig gut läuft und wir uns früh absetzen können, könnten wir den Vorsprung über die Zeit retten. Das wäre das Traumszenario.“

(jhl)