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Wünsche für 2018
Gute Wünsche für Homburg

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Das Jahr 2017 ist schon wieder vorüber. Noch wenige Stunden, dann haben wir schon wieder „Nägschdjohr“. Wie immer bieten sich diese Stunden an zurückzublicken auf das, was war. Aber wir dürfen auch einen Ausblick wagen auf 2018 und Wünsche äußern. Wenngleich es nicht überraschend sein dürfte festzustellen, dass einige Wünsche identisch sind mit denen vor Jahresfrist und sich bislang nicht erfüllt haben. Aber wir bleiben optimistisch. Von Peter Neuheisel

Zuallererst wünschen wir uns, dass Homburg endlich aus den Negativschlagzeilen herauskommt. Die sich wie Kaugummi ziehenden Ermittlungen gegen den aktuellen Oberbürgermeister und seinen Vorgänger in — wohl gemerkt — unterschiedlichen Ausprägungen sollten endlich einen Abschluss finden. Wie immer der aussehen mag. Dann müssen Konsequenzen folgen — und dann muss es weitergehen. Was absolut notwendig ist, denn seit knapp zwei Jahren scheint die Stadt gelähmt ob der Vorkommnisse rund um das Rathaus. Dass sich solche Verwicklungen nicht wiederholen dürfen, versteht sich von selbst. Da muss dann auch der Stadtrat künftig genauer hinschauen.



Danach  wünschen wir uns endlich ein Leitkonzept für die Kreisstadt. Welche Schwerpunkte setzen wir, was schieben wir an, von welchen Errungenschaften trennen wir uns? Zukunftsperspektive für die Stadt: hört sich hochtrabend an, muss aber nicht zwingend millionenschwer daher kommen. Auch hierbei steht der Stadtrat in der Verantwortung. Eine lebenswerte und liebenswerte Stadt ist nicht von Großprojekten abhängig, die eher immer neue Gräben quer durch die Bevölkerung ziehen. Aber sie ist unter anderem abhängig von Arbeitsplätzen. Deshalb wünschen wir uns als Nächstes, dass Homburg der Arbeitsplatz-Garant im Ostsaarland bleibt. Dazu gehört, dass die Großunternehmen in 2018 endlich Konzepte vorlegen mögen, wie die Arbeitsplätze gesichert werden können. Alternativen zum Diesel werden da gern genommen. Homburg steht in diesem Bereich vor einer Zeitenwende.

Für die Innenstadt wünschen wir uns, dass sich einige der leerstehenden Läden wieder mit Leben füllen mögen. So manch ein Vermieter sollte sich diesbezüglich hinterfragen, ob er alles richtig macht. In der Geschäftswelt wird heute bereits einiges geboten, es gibt aber noch viel Luft nach oben. Nur wenn es gegen geplante Einkaufscenter geht, scheint man sich einig zu sein, ansonsten regiert zu oft der Egoismus. „Homburg - bunte Vielfalt“ hieß ein Slogan in den Siebzigern, der auch heute noch aktuell wäre.

Am Ende unserer kleinen  Wunschliste wünschen wir uns, dass möglichst vieles 2018 in Erfüllung gehen oder wenigstens angestoßen wird. Aber wie gesagt: Wir bleiben optimistisch.