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Benefizveranstaltung für die Palliativmedizin
Gute Musik für einen guten Zweck

Mit seinen Reggaerockers sorgte Oku am Samstag im Musikpark für den musikalischen Hauptgang beim großen Benefiz-Konzert zur Gunsten der Palliativ-Medizin am Homburger Universitätsklinik.
Mit seinen Reggaerockers sorgte Oku am Samstag im Musikpark für den musikalischen Hauptgang beim großen Benefiz-Konzert zur Gunsten der Palliativ-Medizin am Homburger Universitätsklinik. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Rund 800 Gäste feierten mit Oku & The Reggaerockers im Musikpark Homburg ein Fest für die Palliativ-Medizin. Von Thorsten Wolf

Der Musikpark Homburg restlos ausverkauft? Eine lange Schlange an der Kasse? Man muss schon recht tief in der Vergangenheit kramen, um sich ein vergleichbares Bild ins Gedächtnis zu rufen. Am Samstagabend erlebten die besten Zeiten der früheren Diskothek, inzwischen Veranstaltungsort im Eigentum der Stadt, aber eine waschechte Wiederauferstehung: Oku & The Reggaerockers – Feiern für den guten Zweck lockte rund 800 Gäste an die Entenmühle. Und mitten unter den Gästen: Ewa Hadel und Katja Welsch, die Organisatorinnen des Benefiz-Konzert zu Gunsten der Palliattiv-Medizin am Homburger Universitätsklinikum.


Wohl erst am Veranstaltungsabend selbst erkannten die beiden, was sie da im besten Sinne losgetreten hatten. Die letzten 48 Stunden vor dem großen Event seien dabei „stressig, aber cool“ gewesen, lachten die beiden, während sie sich selbst auf den Abend vorbereiteten. Und was war stressig? Was war cool? Katja Welsch: „Stressig waren natürlich die ganzen Vorbereitungen, den Musikpark einzurichten. Am Donnerstag hab ich einen Heulkrampf bekommen, nachdem der Getränkedienst zwölf Paletten mit Getränken vor dem Musikpark abgestellt hatte – und wir dann die tolle Aufgabe hatten, alles hier rein zu tragen. Da wurde einem mal so klar, was man da eigentlich geplant hatte.“ Auf der anderen Seite habe man unglaublich viel Unterstützung erfahren, „das war krass. Die Leute haben sich so toll engagiert, das war irre“. Vom Publikums-Zuspruch sei man, wie Hadel und Welsch – beide aus dem Team der Palliativ-Medizin am Universitätsklinikum – eingestanden, schon überrascht.

„Wir haben heute morgen ganz panisch bei Ticket Regional angerufen und den Kartenvorverkauf gestoppt, nachdem bis dahin schon 700 Karten verkauft waren und die Obergrenze im Musikpark beim 800 Gästen liegt“, verdeutlichte Katja Welsch, wie gigantisch die Nachfrage nach dem Konzert gewesen sei. Ewa Hadel, die die Idee zum großen Konzert gehabt hatte und die in Katja Welsch eine kongeniale Partnerin fand, zeigte sich am Samstag vor allem bestätigt. „Ich wusste von Anfang an, dass das der Wahnsinn wird. Als das Thema zum ersten Mal auf den Tisch kam und die ersten Gespräche geführt wurden, da war mir klar: Das wird dermaßen gut.“



Und genau das wurde es auch. Neben der wirklich herausragenden Organisation von Welsch und Hadel und dem großen Engagement der vielen helfenden Hände von Freunden und Mitarbeitern der Palliativ-Medizin lag das natürlich auch an den musikalischen Protagonisten des Abends, den Musikern und Djs. Und hier gab‘s dann für die Gäste des Konzerts noch zwei Überraschungen: Nicht nur Oku & the Reggaerockers und Professor Sven Gottschling – an diesem Abend nicht Leiter des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie Universitätsklinikum des Saarlandes, sondern waschechter DJ – sorgten für den Sound der guten Tat: Als Vorband war kurzfristig der Singer und Songwriter Steffen Jung mit seiner Band, Lisa Hahnenwald an der Geige und Dennis Angel am Cajon, engagiert worden. Und als Schlussact legte Michael Schott aka DJ Schotti Karotti auf. Die kurze Formel für die Gäste also: Zweimal Musik bezahlt, viermal Musik bekommen – ein gutes Geschäft. Dass das Konzert am Samstag so außerordentlichen Zuspruch fand, das lag für Oku selbst an der Mischung des Abends. „Der Anlass ist eine gute Sache, die beiden Organisatorinnen haben sich richtig ins Zeug gelegt. Und natürlich haben wir auch unseren Anteil daran.“ Und diesen Teil erfüllten die Reggaerockers am Samstag ohne Mühe, Oku und seine Band rockten das Haus, gut angewärmt von Steffen Jung und bestens abgefedert von Michael Schott und Sven Gottschling. Eben der zeigte sich von der enormen Resonanz auf das Benefizkonzert sichtlich überrascht. „Ich habe gehofft, dass wir so in den Bereich 300 bis 500 Gäste kommen. Dass wir jetzt tatsächlich ausverkauft sind, das finde ich grandios.“