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Grünschnitt
Grünschnitt-Karte kostet 25 Euro jährlich

Wer im Garten arbeitet und Äste oder aber auch Laub und Grasschnitt entsorgen möchte, der muss sich in Homburg jetzt an einige Änderungen gewöhnen.
Wer im Garten arbeitet und Äste oder aber auch Laub und Grasschnitt entsorgen möchte, der muss sich in Homburg jetzt an einige Änderungen gewöhnen. FOTO: Patrick Pleul / picture-alliance/ dpa/dpaweb
Homburg. Jetzt ist es bitterkalt. Doch demnächst startet die Gartensaison. Wer dann seinen Grünschnitt loswerden möchte, muss sich umstellen. Die Stadt erläutert die wichtigsten Änderungen. Die neue Grüngutkarte bekommt man ab 12. März. Von Ulrike Stumm

Es ist ein Thema, das für jede Menge Ärger unter den Bürgern gesorgt hat, seit es öffentlich diskutiert wird: Wer seinen Grünschnitt entsorgen möchte, der muss dafür jetzt zahlen. Die Regel, hinter der eine Gesetzesänderung steht, gilt ab diesem Jahr. Bislang war aber noch nicht so recht klar, wie genau das nun alles in Homburg laufen soll. Richtlinien waren in der jüngsten Stadtratssitzung besprochen und verabschiedet worden (wir berichteten). Nun erläutert die Stadt im Einzelnen, was man tun muss, um seine abgeschnittenen Zweige und Co. ordnungsgemäß zu entsorgen.


Grundlegend gibt es mehrere Möglichkeiten: der eigene (kostenfreie) Komposthaufen, die Bio­tonne, die Entsorgung kleinerer Mengen auf dem Wertstoffzentrum gegen eine Gebühr, oder man kann eine Jahres-Pauschale zahlen. Es wird nämlich, so wurde es vom Rat beschlossen, eine Grüngut-Flatrate-Karte eingeführt. Ein Privat-Haushalt zahlt dafür pro Jahr 25 Euro. Wer die Karte vorlegt, darf sein Grüngut an allen Annahmestellen in Homburg abgeben. Man muss also nicht an eine zentrale Sammelstelle fahren. Man kann also Grüngut weiter auch in Beeden, Einöd, Erbach (auf dem Gelände der Firma Jacoby), Kirrberg und Jägersburg abgeben – zumindest erst einmal. Das gelte zumindest während der Erprobungsphase für die nächsten fast zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2019, teilte die Stadt mit. Dennoch bleibt nicht alles beim Alten. Unbeaufsichtigt wird Grüngut im Betriebshof der Firma Jacoby in Erbach nicht mehr angenommen. Dafür kann samstags von 8 bis 15 Uhr Grüngut auf dem Gelände des Müllabladeplatzes der Firma ebenfalls in der Michelinstraße auf einem befestigten Platz angeliefert werden.

In Kirrberg gab es bisher einen „Heckenplatz“ an der Kirrberger Straße kurz vor dem Ortseingang. Den wird es in dieser Form nicht mehr geben. An den Betrieb eines solchen „Heckenplatzes“ werden mittlerweile hohe bau- und umweltschutztechnische Anforderungen gestellt, erläuterte die Verwaltung: „Ein weiterer Betrieb des bisherigen Platzes“ sei „aus mehreren Gründen ausgeschlossen.“ Auch hier wird ein Container aufgestellt: am Waldparkplatz an der Zuwegung zur Fischerhütte in der Eckstraße.

In Jägersburg, Beeden und Einöd bleibt es zunächst bei den bisherigen Regelungen. Grüngut wird in Jägersburg von März bis Dezember auf dem Festplatzgelände an der Höcherstraße immer samstags von 9 bis 15 Uhr angenommen. In Beeden kann man Grünschnitt ebenfalls samstags am Sportplatz an der Blieskasteler Straße von 9 bis 12 Uhr loswerden, in Einöd mittwochs von 16 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr jeweils an der Karl-Leibrock-Straße. Generell beginnt in Homburg das Einsammeln des Grünguts an den Containerplätzen am Samstag, 17. März .

Wichtig: An diesen dezentralen Sammelplätzen muss man eine Flatrate-Karte vorzeigen können.



Wer ohne diese Karte Grüngut  abgeben möchte, muss dies am Wertstoffzentrum des EVS am Zunderbaum erledigen. Hier können kleinere Mengen Grüngut bis etwa 250 Liter abgegeben werden. Für einen Gartenabfallsack mit 250 Liter Inhalt werden zwei Euro, für bis zu 100 Liter ein Euro berechnet. Die Öffnungszeiten des Wertstoffzentrums sind: montags, dienstags, mittwochs und freitags von 11 bis 17 Uhr, donnerstags von 9 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 15 Uhr.

Eine Grüngut-Flatrate-Karte kann man im Rathaus sowie im Stadtbusbüro im Talzentrum kaufen. Dazu muss man einen Personalausweis mitbringen, da eine entsprechende Liste angelegt wird. Im Stadtbusbüro muss die Karte derzeit bar bezahlt werden, da die dort vorhandene Bezahlungmöglichkeit per EC-Karte nur für Fahrkarten nutzbar ist. Im Bürgeramt im Rathaus kann bar oder mit EC-Karte gezahlt werden. Der Verkauf der Flatrate-Karte für die Abgabe des Grünguts beginnt ab dem 12. März. Das Stadtbusbüro ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Wer die Grüngutkarte im Rathaus erwerben möchte, wendet sich im Bürgeramt direkt an die Kasse. Dazu braucht keine Wartenummer gezogen zu werden. Die Öffnungszeiten im Bürgeramt: Montag und Dienstag von 7.45 bis 16 Uhr; Mittwoch von 7.45 bis 12 Uhr; Donnerstag von 7.45 bis 18 Uhr und Freitag von 7.45 bis 13 Uhr.

Wer einen Gartenbaubetrieb oder einen Hausmeisterservice mit der Gartenarbeit beauftragt und über eine Flatrate-Karte verfügt, kann diese Firma das Grüngut kostenlos entsorgen lassen. Dazu muss sich das Unternehmen bei der Abgabe des Grünguts mit der Karte des Auftraggebers oder einem schriftlichen Herkunftsnachweis, in dem erläutert wird, um wessen Grüngut es sich handelt, ausweisen.

Zu beachten ist auch, dass gewerbliche Unternehmen, die privates Grüngut abgeben möchten, dies nur bei der Firma Jacoby in der Michelinstraße machen können.

In der Grüngutsatzung des EVS ist geregelt, welche Stoffe von der Entsorgung ausgeschlossen sind. Dazu gehören beispielsweise Küchenabfälle und Speisereste (diese gehören in die Biotonne), Grüngut, das mit Schadstoffen belastet ist, Äste mit mehr als 15 Zentimeter  Durchmesser oder über zwei Meter Länge. Grasschnitt kann abgebeben werden, nicht aber beispielsweise Grassoden.

Die Grüngutsatzung findet man unter www.evs.de, hier den Punkten „Der EVS“,  Rubrik „Gesetze und Satzungen“.