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Aquakultur
Großes Thema heißt Nachhaltigkeit

Die Homburger Schüler mit Professor Uwe Waller in dessen Labor an der HTW Saarbrücken.
Die Homburger Schüler mit Professor Uwe Waller in dessen Labor an der HTW Saarbrücken. FOTO: Jan Weißler/Mannlich-Gymnasium
Homburg. Mannlich-Querdenker besuchten Aquakulturenforscher Professor Uwe Waller. Von red

Nachhaltigkeit ist zum Zauberwort der Politik für die notwendige gesellschaftliche Entwicklung geworden. Doch Nachhaltigkeit als Prinzip der Wirtschaftlichkeit zu verstehen, das leuchtet nicht auf den ersten Blick ein – vor allem jenen nicht, die schnelle Profite erzielen wollen. Gleichzeitig bedingt die wachsende Weltbevölkerung, dass nachhaltiges Wirtschaften essentiell dafür ist, Ressourcen einzuteilen, damit alle Menschen davon partizipieren können, und um zu garantieren, dass auch kommende Generationen noch versorgt sind.


Vor dem Hintergrund dieser Prämissen besuchte die Querdenker-Fördergruppe des Christian-von-Mannlich-Gymnasiums Homburg in dieser Woche Professor  Uwe Waller an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Saarbrücken, der unter anderem zur Wirtschaftlichkeit der Fischproduktion in Aquakulturen forscht und internationale Modellprojekte für Fluidkreisläufe konzipiert hat. Diese haben zum Ziel, bei minimalem Austausch mit der Umwelt und ohne zusätzliche Umweltbelastung industriell Fisch zu produzieren. Als Unesco-Projektschule macht es sich das  Mannlich-Gymnasium im Besonderen zum Auftrag, Bildung für nachhaltige Entwicklung in seinem Curriculum weiter zu tragen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Waller erläuterte den Querdenkern, die sich als interdisziplinäre und jahrgangsübergreifende Gruppe für besonders leistungsstarke Schüler wöchentlich parallel zum Regelunterricht treffen, dass bei der Produktion von Meerestieren für den menschlichen Verzehr Neben- und Abfallprodukte entstehen, unter anderem Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor, die ihrerseits als Nährstoffe für die Produktion von Algen und anderen Pflanzen recycelt werden können.

Anhand einer Vielzahl aktueller wissenschaftlicher Daten konnten die Schüler sich einen Eindruck über den Forschungsstand verschaffen und konkret hinterfragen, wo noch Potenziale dafür sind, diese Technik als nachhaltige Nahrungsproduktion zu etablieren.

Besonders anschaulich wurde es dann im Labor der HTW, wo Professor Waller den Schülern Forschungsaufbauten seiner Studierenden erläuterte. Mit komplexer Mess- und Regelungstechnik wird hier untersucht, wie die Abfallstoffe der Aquakultur minimiert und die Produktion der Algenbiomasse maximiert werden können. So konnten die Gymnasiasten der Unesco-Projektschule am praktischen Beispiel erkennen, wie das Ziel der Nachhaltigkeit wirtschaftlich wirksam werden könnte.