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Großer Bahnhof zur Eröffnung

Die große Aula der Homburger Musikschule an ihrem neuen Platz in Erbach wird am Sonntag wohl richtig voll werden. Zur Eröffnung der Einrichtung werden viele Gäste erwartet. Foto: Thorsten Wolf
Die große Aula der Homburger Musikschule an ihrem neuen Platz in Erbach wird am Sonntag wohl richtig voll werden. Zur Eröffnung der Einrichtung werden viele Gäste erwartet. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Seit gut drei Wochen wird in den neuen Gebäuden der Homburger Musikschule unterrichtet. Nun laufen sich Leiterin, Lehrer und Schüler schon mal warm für die Eröffnung am kommenden Sonntag. Erwartet wird dazu unter anderem Kultusminister Ulrich Commerçon. Neben Reden wird es natürlich auch Musikalisches zu hören geben. Ulrike Stumm

So richtig zur Ruhe kommen die Leiterin der Homburger Musikschule, Carola Ulrich, und ihr Team noch nicht. Das ist auch kein Wunder, schließlich weiß jeder, der selbst gebaut hat und umgezogen ist, dass so etwas nach dem großen Tag X Nachwehen hat. Das ist auch in den neuen Gebäuden der Musikschule in Erbach nicht anders. Es seien immer wieder Handwerker im Haus, die Außenanlage werde noch gemacht, es gebe kleinere Kinderkrankheiten , sagt Ulrich, aber "wir sind drin und es läuft", resümiert sie nach dem Umzug in den Fastnachtsferien im Februar.

In der vierten Woche läuft nun der Unterricht im neuen Haus für die 318 angemeldeten Schüler . Dazu kommen weitere etwa 250, die in den kooperierenden Kindergärten und Grundschulen unterrichtet werden. Sie habe überwiegend positive Rückmeldungen von Eltern und Schülern zur neuen Bleibe, sagt Ulrich. Besonderes Glanzstück sei die Aula. Um diesen "schönen, großen Konzertsaal beneiden uns viele". Doch es gibt jede Menge weitere Vorteile: "Wir haben Platz", betont sie. Räume müssten nicht wie am alten und ziemlich maroden Standort in der Gerberstraße zwei- bis dreifach vergeben werden. Lehrer könnten freier entscheiden, wenn sie Unterricht nachholen oder verlegen. Die Räume seien auch besser isoliert. "Man hört schon noch Töne, aber nicht mehr alles so, wie in der alten Schule", macht sie deutlich. Zudem bekomme man einen schönen Innenhof. Der werde gerade gepflastert, und in dieser Woche sollten noch Bäume gepflanzt werden.

Am kommenden Sonntag, 22. März, wird es für Musikschule nämlich offiziell: Zur Eröffnung ab 14 Uhr werden jede Menge Besucher erwartet, über 200 geladene Gäste, auch an Eltern und Schüler habe man Einladungen verteilt, sagt Carola Ulrich. Es werde wohl brechend voll werden in der neuen Aula. Auf der Gästeliste stehen zum Beispiel Kultusminister Ulrich Commerçon , ein Vertreter des Innenministeriums, die Homburger Stadtspitze, auch der Landrat sei eingeladen, informiert Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff. Dazu kommen die Bauleiter der ausführenden Baufirmen, Mitarbeiter der Stadt, auch an die Ratsmitglieder seien Einladungen rausgegangen.

Alle dürfen sich neben den Reden auf schöne Töne freuen - wie sollte das in einer Musikschule anders sein. Ein fächerübergreifendes Projektorchester, in dem alle Instrumentalgruppen vertreten seien, werde spielen, sagt Carola Ulrich - durchaus Schwungvolles: "Yesterday" von den Beatles, "Pomp & Circumstance" von Edward Elgar und am Ende die Sommer- und Fußball-Weltmeisterschaftshymne von Andreas Bourani "Ein Hoch auf uns". Wer übrigens in Ruhe einmal die Räume der neuen Musikschule anschauen möchte, dem bieten sich dazu sicherlich bei anderen Veranstaltungen bessere Gelegenheiten. So verweist Carola Ulrich zum Beispiel auf das Schulfest am Sonntag, 5. Juli, (siehe Infobox). An schönen Tönen dürfte es weder da noch bei anderen Terminen der Musikschule mangeln.



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HintergrundIn der Musikschule Homburg gibt es nach der Eröffnung an diesem Sonntag, 22. März, 14 Uhr, noch weitere Termine. So wird zum Beispiel die traditionelle Sommerserenade auf den Vormittag, 11 Uhr, verlegt und am 5. Juli mit einem Schulfest verbunden. Am Samstag, 18. April, ist von 10 bis 18 Uhr Streichertag, um 20 Uhr ist an dem Tag ein Akkordeonkonzert geplant. Familienkonzert ist am 15. Juli um 17 Uhr. Für die Homburger Musikschule wurden ab November 2013 zwei Gebäude des ehemaligen Landesaufnahmelagers für Vertriebene und Flüchtlinge an der Lappentascher Straße 100 umgebaut. Dazu entstand neu eine verbindende Aula. Gekostet haben Um- und Neubau 5,8 Millionen Euro. Einen Teil davon übernimmt das Land. Offiziell lautet die neue Adresse Schongauer Straße 1. Infos auch im Internet unter www.musikschule-homburg.de . ust