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Fußball
FSV schlittert Richtung Winterpause

Es war ein umkämpftes Spiel: Pfeddersheims Sebastian Kaster (l.) jagt Jägersburgs Waldemar Schwab den Ball ab und trifft im Anschluss zum 1:2.
Es war ein umkämpftes Spiel: Pfeddersheims Sebastian Kaster (l.) jagt Jägersburgs Waldemar Schwab den Ball ab und trifft im Anschluss zum 1:2. FOTO: Mischa
JÄGERSBURG. Fußball-Oberligist Jägersburg verschenkt im Heimspiel gegen Pfeddersheim zwei Punkte. Von Stefan Holzhauser

Am vergangenen Samstag hat sich der Fußball-Oberligist FSV Jägersburg mit einem 2:2 (2:1) gegen den Tabellen-13. TSG Pfeddersheim in die Winterpause verabschiedet. Bei eisigen Temperaturen hatten lediglich 105 Zuschauer den Weg auf den Sportplatz gefunden. Die Partie musste witterungsbedingt auf dem Kunstrasen ausgetragen werden. Das Geläuf war leicht schneebedeckt, aber in Betracht der Jahreszeit gut bespielbar.


Die Jägersburger spielten sich in den ersten 30 Minuten in einen Rausch und kamen zu Chancen über Chancen. Die Partie hätte zu diesem Zeitpunkt längst entschieden sein müssen. Es war in diesem Zeitraum praktisch ein Duell zwischen dem FSV und Pfeddersheims überragendem Schlussmann Bakary Sanyang. Er konnte in der achten Minute einen 20-Meter-Schuss von Tom Koblenz mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte lenken. Dann überwand ihn Murat Adigüzel mit einem Schuss aus 19 Metern ins linke Eck hinein zum 1:0 (12.). Wenig später bediente Steven Simon seinen Mitspieler Frederic Ehrmann, der aus 15 Metern Sanyang zu einer weiteren Glanzparade zwang (16.).

Auch in der Folge spielte nur eine Mannschaft – der FSV Jägersburg. Tim Schäfer (17.) und Julian Fricker (22.) ließen weitere Hochkaräter aus. Das muntere Scheibenschießen setzte sich unentwegt fort. Auf Zuspiel von Adigüzel besorgte Koblenz mit einem 16-Meter-Schuss ins rechte Eck das längst überfällige 2:0 (28.). Dann stürmte Adigüzel alleine aufs Tor zu und schoss den Ball mit dem rechten Außenrist drüber (30.). Wenn es zu diesem Zeitpunkt 5:0, 6.0 oder gar 7:0 für die Saarländer gestanden hätte, wäre das auch in Ordnung gegangen.

Die TSG Pfeddersheim hatte bis dahin nicht stattgefunden. Um so überraschender fiel in der 35. Minute durch Sebastian Kaster mit einem 17-Meter-Schuss der 1:2-Anschlusstreffer der Gäste. Wenig später traf Enis Aztekin den Pfosten des FSV-Tores (39.).

Nach der Pause verlief das Spiel offener. Simon hätte bei einem Pfostentreffer für die Heimelf nachlegen können (50.). Auf der Gegenseite köpfte Steffen Litzel den Ball übers Tor (66.). In der 83. Minute fiel der Ausgleich, nachdem Sergej Littau TSG-Spieler Andreas Buch gefoult hatte und Tobias Klotz den Strafstoß verwandelte. „In der ersten halben Stunde hatten wir Pfeddersheim förmlich überrannt. Das 3:0 wäre der Genickbruch für sie gewesen“, meinte FSV-Trainer Thorsten Lahm.