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Fußball
FSV punktet zum ersten Mal in diesem Jahr

Jägersburgs Murat Adigüzel (vorne) und Sergey Littau (hinten) überspringen Felix Bürger vom FK Pirmasens (r.).
Jägersburgs Murat Adigüzel (vorne) und Sergey Littau (hinten) überspringen Felix Bürger vom FK Pirmasens (r.). FOTO: Mischa
JÄGERSBURG. Die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg haben am Samstag erstmals im neuen Jahr gepunktet. Nach den beiden Niederlagen in Trier (1:4) und in Homburg (0:3) reichte es dieses Mal gegen ein weiteres Schwergewicht der Liga zu einem 1:1. Die Heimpartie gegen den Tabellenzweiten FK Pirmasens musste witterungsbedingt auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen werden. 200 Zuschauer sahen ein von Beginn an von beiden Seiten intensiv geführtes Spiel. Von Stefan Holzhauser

Die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg haben am Samstag erstmals im neuen Jahr gepunktet. Nach den beiden Niederlagen in Trier (1:4) und in Homburg (0:3) reichte es dieses Mal gegen ein weiteres Schwergewicht der Liga zu einem 1:1. Die Heimpartie gegen den Tabellenzweiten FK Pirmasens musste witterungsbedingt auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen werden. 200 Zuschauer sahen ein von Beginn an von beiden Seiten intensiv geführtes Spiel.


Die Jägersburger hatten in der Hinrunde deutlich mit 1:5 gegen Pirmasens den Kürzeren gezogen und waren auf Wiedergutmachung aus. Auf Seiten des FSV fielen mit Tom Koblenz, Niklas Holzweißig und Daniel Dahl drei Stammspieler aus. Dafür gab aber Torjäger Murat Adigüzel beim Warmmachen grünes Licht für einen Einsatz und ersetzte kurzfristig Luis Kiefer. Zu Beginn hatte Adigüzel noch leichte Anpassungsprobleme, steigerte sich dann aber mit zunehmendem Spielverlauf immer besser in die Begegnung hinein.

„Ich hatte zuletzt mit einer Mittelohrentzündung und Oberschenkel-Problemen zu kämpfen. Deswegen habe ich leider quasi die gesamte Vorbereitung verpasst. Ich konnte heute meinem Trainer erst zehn Minuten vor dem Anpfiff sagen, dass es geht“, erklärte Adigüzel. Das 1:1 sei insgesamt ein gerechtes Ergebnis gewesen, auch wenn der Treffer zum 0:1 eventuell irregulär gewesen wäre.

In der ersten Hälfte hatten die Gäste Vorteile und auch ein Chancenplus. Das 0:1 fiel in der 44. Minute durch Yannick Gries, der sich in dieser Situation mit hartem Körpereinsatz gegen Jägersburgs Routinier Matthias Stumpf durchsetzte. Der Jägersburger musste daraufhin minutenlang behandelt werden, doch Schiedsrichter Arianit Besiri gab den Treffer trotz heftiger FSV-Proteste.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Jägersburger viel mutiger nach vorne und waren fortan die bessere Mannschaft. Nachdem Jan Reiplinger noch knapp gescheitert war, führte die anschließende Ecke zum 1:1 durch Sergey Littau (48.). Anschließend ließ Tim Schäfer noch zwei glasklare Einschussmöglichkeiten aus (78., 94.). Ärgerlich aus Sicht der Heimelf war auch die umstrittene Rote Karte von Florian Hasemann gegen Dennis Krob (90.). Der Unparteiische entschied auf Notbremse. „Sein Gegenspieler lief vom Tor weg, daher hätte es auch Gelb getan“, erklärte FSV-Trainer Thorsten Lahm. Die Moral seiner Elf sei erstklassig. „Wir sind viel, viel weiter, als wir es damals waren. Mittlerweile können wir sogar gegen Topteams zwei, drei wichtige Spieler ersetzen. Murat Adigüzel war heute unser Überraschungseffekt. Aber natürlich muss er nach der langen Ausfallzeit weiter aufgebaut werden“, betonte Lahm.



Die Jägersburger sind weiterhin Tabellensechster und gastieren am Samstag um 17.30 Uhr beim auf Rang neun platzierten FV Engers. Das enge Hinspiel hatten die Saarländer mit 3.2 gewonnen. „Das ist eine sehr zweikampfstarke Mannschaft, die mit vielen langen Bällen agiert. Sie haben eine unheimliche Leidenschaft und Disziplin in ihren Reihen“, erwartet der Jägersburger Trainer erneut „eine ganz schwere Aufgabe“.