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Fußball
FSV Jägersburg verliert gegen Mechtersheim

JÄGERSBURG. Die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg haben am Samstag beim noch ungeschlagenen Spitzenreiter TuS Mechtersheim mit 0:1 verloren. Dabei waren die Saarländer in einer kuriosen Partie keineswegs die schlechtere Mannschaft. Von Stefan Holzhauser

Das Tor des Tages erzielte Eric Veth im Anschluss an einen Freistoß aus halbrechter Position mit einem unhaltbaren Kopfball (68.). Nach diesem Treffer überschlugen sich dann die Ereignisse. Jägersburgs Trainer Thorsten Lahm ist eigentlich dafür bekannt, keinen Kommentar über die Leistung des Schiedsrichters abzugeben. Am Samstag war dies allerdings anders. Der Unparteiische Jean Luc Behrens hätte einen rabenschwarzen Tag erwischt gehabt. In der Schlussphase der Partie zückte er gleich drei Mal Gelb-Rot gegen die Gäste. Zunächst erwischte es Florian Hasemann (80.). Dann musste Murat Adigüzel (85.) vorzeitig raus, ehe der Schiedsrichter auch noch Luis Kiefer des Feldes verwies (89.).


„Der Schiedsrichter hat auf beiden Seiten in einem fairen Spiel viel zu viele Gelbe Karten gezückt“, sagte Lahm. Beim Platzverweis von Hasemann hätte dieser noch den Fuß zurückgezogen, damit er den Gegenspieler nicht trifft. Der Schiedsrichter entschied auf hohen Fuß und zückte Gelb. Erst auf einen Einwand des einen Assistenten hin merkte der Unparteiische dann, dass er Hasemann bereits verwarnt hatte und stellte ihn nachträglich vom Platz. „Die ganze Entscheidung war nicht nur völlig überzogen, sondern ein totaler Witz“, sagte Lahm. Adigüzel hätte aufgrund eines versuchten Foulspiels Gelb-Rot gesehen. Dies sei höchst umstritten gewesen. Mit viel Wohlwollen für den Schiedsrichter könne man das vielleicht noch akzeptieren. „Und Kiefer wollte den Ball spielen, als er aus Versehen einen Gegenspieler berührte, den er gar nicht kommen sah. Auch das war ein absoluter Witz“, konnte es Lahm nicht fassen.