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Fußball
„Ein dreckiger Sieg für den FSV“

FSV-Trainer Thorsten Lahm war trotz des Sieges nicht ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.
FSV-Trainer Thorsten Lahm war trotz des Sieges nicht ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
JÄGERSBURG. In der Fußball-Oberliga schlägt der FSV Jägersburg den TSV Emmelshausen mit 2:0. Zufrieden ist Trainer Lahm nur bedingt. Von Stefan Holzhauser

Die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg haben am vergangenen Samstag zu Hause den TSV Emmelshausen mit 2:0 (0:0) besiegt. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes, aktives und dominantes Spiel gemacht“, erklärte TSV-Trainer Julian Feit nach dem Schlusspfiff. Man hätte sich auch phasenweise getraut, den Gegner in dessen Hälfte zu attackieren. „Wir hatten endlich auch einmal einen hohen Ballbesitzanteil, was auch unser Ziel war. Schließlich wollten wir mehr Sicherheit bekommen“, ergänze Feit. Leider hätte man die vorhandenen Chancen nicht genutzt. In der 31. Minute hatten die Gäste vor 105 Zuschauern gleich zwei Mal bereits den Torschrei auf den Lippen. Zunächst war ein Schuss von Jeremy Heyer im letzten Augenblick von FSV-Kapitän Julian Fricker geblockt wurden. Dann kam der Ball zu Gerrit Wißfeld, der im gut reagierenden Jägersburger Schlussmann Mirko Gerlinger seinen Meister fand. Dagegen kamen die Saarländer bis zur Pause zu keiner nennenswerten Möglichkeit. „Die Leistung in der ersten Halbzeit war so ziemlich das schlechteste, was wir in meiner bisherigen Amtszeit angeboten haben“, meinte FSV-Trainer Thorsten Lahm.


Er stellte in der Pause seine Elf neu ein. Innenverteidiger Moritz Braun machte Mentor Shabani Platz. Fricker rückte von der Sechserposition in die Defensive zurück, während Shabani fortan im Mittelfeld für mehr Druck sorgen sollte. Dieser Schachzug von Lahm sollte dann auch aufgehen. „Die Jägersburger haben uns dann vor allem in den ersten 20 Minuten vor mehr Probleme gestellt. Die Spielanteile haben sich klar verschoben. Wir haben es mit zu vielen langen Bällen probiert“, erkannte Feith. Insgesamt sei die zweite Halbzeit nicht so gewesen, wie man es sich vorgestellt hätte.

Zum Jägersburger Matchwinner sollte ausgerechnet das erst 18-jährige Nachwuchstalent Arman Ardestani avancieren. Beim 1:0 wurde er schön von Murat Adigüzel in halblinker Position freigespielt und traf überlegt ins rechte Eck hinein. „Ich hatte gesehen, dass der Torhüter weit draußen ist, wollte ihn aber nicht überlupfen und habe den Ball rechts reingeschlenzt“, schilderte Ardestani „unseren Dosenöffner“. Er markierte auch das 2:0 (84.). Luis Kiefer hatte in dieser Situation den Ball von der rechten Seite hereingepasst, wo ihn der Doppeltorschütze noch in Ruhe annahm und aus vier Metern im Netz unterbrachte.



„In der ersten Halbzeit hatten wir stets die falschen Entscheidungen getroffen“, meinte Lahm. Letztlich sei es ein „dreckiger Sieg“ gewesen. Man sei nach der Pause viel aggressiver und griffiger gewesen. „Mir ist es heute so viel lieber, als den Gegner an die Wand zu spielen und am Schluss nur mit einem Punkt dazustehen oder sogar verloren zu haben“, betonte der Jägersburger Trainer.