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Fußball
FSV Jägersburg dreht mächtig auf

Jägersburgs Tom Koblenz (4.v.l.) hat gerade einem Traumtor das 2:0 gegen Ludwigshafen erzielt.
Jägersburgs Tom Koblenz (4.v.l.) hat gerade einem Traumtor das 2:0 gegen Ludwigshafen erzielt. FOTO: Mischa
JÄGERSBURG. Der Fußball-Oberligist zeigt gegen Arminia Ludwigshafen eine sehr starke Leistung und gewinnt verdient mit 4:1. Ein wichtiger Dreier im Abstiegskampf. Von Stefan Holzhauser

Für den Fußball-Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen ist es am vergangenen Wochenende knüppeldick gekommen. Zunächst unterlag man am Samstag beim FSV Jägersburg mit 1:4 (0:1) und war dabei 90 Minuten lang völlig chancenlos. Durch diese Niederlage rutschte die Arminia als neuer Tabellen-14. mitten in die Abstiegszone hinein. Trainer Heiko Magin, der eh bereits seinen Abschied zur Winterpause angekündigt hatte, bot daraufhin den Vereinsverantwortlichen seinen sofortigen Rücktritt an. Nach einem folgenden Gespräch wurde dieser dann auch angenommen. Neuer Trainer ist ab sofort Hakan Atik, der eigentlich erst zu Jahresbeginn übernehmen sollte.


Dass die Arminia in Jägersburg schlichtweg chancenlos war, lag einerseits an der eigenen schlechten Leistung. Andererseits riefen die Jägersburger auch über große Strecken des Spiels ihr Potenzial ab. Immer wieder wurde blitzschnell nach vorne gespielt. Die Elf von Trainer Thorsten Lahm suchte dabei den Weg konsequent über die beiden Außenbahnen. Die Gäste wurden von einer in die nächste Verlegenheit gebracht und sahen 90 Minuten lang nur die Hacken der FSV-Akteure. Die Partie hätte auch durchaus 6:0 statt „nur“ 4:1 ausgehen können.

In der 34. Minute war das 1:0 von Mittelstürmer Murat Adigüzel der berühmte Dosenöffner. In dieser Situation war es für die Gäste wieder einmal viel zu schnell gegangen. Luis Kiefer brachte den Ball von der rechten Seite flach in die Mitte, wo Adigüzel gegen die schläfrige Arminen-Defensive nur noch den Fuß hinhalten musste. Mit diesem Zwischenstand waren die Gäste zur Pause mehr als gut bedient.



Ein Doppelwechsel sollte Ludwigshafen wieder in die Spur bringen, aber Tom Koblenz legte gleich mit einem sehenswerten Distanzschuss das 2:0 nach (49.). In der Folge gab es für die Jägersburger noch mehrere gute Einschussmöglichkeiten – unter anderem traf Arman Ardestani den rechten Pfosten (62.). Nach einem Foul an Kiefer von Etienne Stadler gab es einen Strafstoß, den Adigüzel souverän zur frühzeitigen Entscheidung verwandelte (64.).

Die Saarländer ließen auch danach nicht locker und kamen auf Vorarbeit von Kiefer durch Ardestani zum 4:0 (82.). Ein kleiner Wermutstropfen war lediglich der späte 1:4-Anschlusstreffer der Arminen durch einen Freistoß von Nico Pantano (92.). Er war zuvor von Niklas Holzweißig an die Kette gelegt worden. „Lob an alle und ein Sonderlob an Niklas Holzweißig, der Nico Pantano ausgeschaltet und noch dazu spielerische Akzente gesetzt hat“, sagte dann auch Lahm.Seine Mannschaft hat wieder einmal bewiesen, dass sie auf eigenem Platz jederzeit in der Lage ist, starke Leistungen zu bringen. „Man hatte bereits unter der Woche gemerkt, dass wir endlich den Bock umstoßen wollten. In den Wochen davor konnten wir nur wenig punkten, obwohl wir oft gute Spiele gemacht hatten“, meinte FSV-Schlussmann Mirko Gerlinger.

Der FSV ist nun mit 20 Punkten Tabellenzwölfter und bestreitet am Samstag um 14.30 Uhr das nächste wichtige Spiel beim FV Diefflen.