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Freunde in der Normandie

Homburg. Mit dem Homburger Mannlich-Gymnasium und dem Collège Dumont d' Urville aus Condé sur Noireau in der Normandie wachsen zwei Schulen zusammen, die auch wirklich zusammen wachsen wollen. Ein besonderes Wappen steht am Anfang. Thorsten Wolf

Am Ende ist es ein kleines, schmuckes Wappen aus deutschen und französischen Symbolen, das für eine schöne Botschaft steht: Hier wachsen mit dem Homburger Mannlich-Gymnasium und dem Collège Dumont d' Urville aus Condé sur Noireau in der Normandie zwei Schulen zusammen, die auch wirklich zusammen wachsen wollen. Das haben in der vergangenen Woche 21 Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und ihre neuen deutschen Freunde bewiesen - nicht nur mit dem Wappen, das die Schülerinnen Christin Emser und Vanessa Collisi zusammen mit ihren französischen Schul-Freundinnen Sarah Colin und Ines Nablia bei einem Kreativ-Vormittag in der Aula des Mannlich-Gymnasiums gestalteten. Um die vier herum: alle anderen Schülerinnen und Schüler des Schüleraustauschs. Und mitten drin: Eva Schwinn, Lehrerin für Französisch und Geschichte am Mannlich, zusammen mit ihrer französischen Kollegin Laetitia Béchet. Die beiden gewährten gerne einen Einblick in die neue Partnerschaft, die mit dem Besuch aus Frankreich ihre Premiere jenseits von elektronischen Vorab-Kontakten feierte. "Das ist unsere erste gemeinsame Woche überhaupt", freute sich Eva Schwinn. Angekommen sei der Besuch aus der Normandie schon am Montagabend, "da gab es hier in unserer Aula erst mal eine kleine Willkommens-Feier, dann ging's für unsere Gäste direkt zu den Austausch-Familien." Am Dienstag habe man sich dann mit entsprechenden Spielen etwas besser kennen gelernt, "weil es bis dahin ja nur Brief-Kontakt gegeben hatte", erklärte Eva Schwinn. So habe man in den zurückliegenden Monaten die Schülerinnen und Schüler über Steckbriefe und Bilder zueinander gebracht, "und das Konzept funktioniert jetzt super." Und wer am Donnerstagmorgen das zwang- und grenzenlose Miteinander der neuen deutschen und französischen Freunde erlebte, der konnte Eva Schwinn nur zustimmen. Bis zu eben diesem Donnerstag, erzählte Schwinn, habe unter anderem eine Stadtrallye durch Homburg und eine Tagesfahrt nach Straßburg auf dem Programm gestanden. "Und natürlich haben die französischen Schüler ihre deutschen Freunde auch im Unterricht begleitet." Bis zum Wochenende stand dann unter anderem ein Besuch des Römermuseums in Schwarzenacker auf der Agenda des Austauschprogramms.

Also alles gut? Auf jeden Fall, das bestätigte auch Schwinns Pendant Laetitia Béchet, zusammen mit ihren Kolleginnen Caroline Gesnes und Valérie Tastain für den Austausch vor Ort verantwortlich. "Das ist ein großes Erlebnis, ein Abenteuer, und es ist wirklich super." Davon künde auch, dass die Schüler es bedauerten, dass der Austausch am kommenden Montag schon wieder zu Ende gehe. Doch dieses vorläufige Ende soll Anfang für eine auch weiterhin lebendige Partnerschaft sein. Laetitia Béchet: "Ich arbeite mit der Lehrerin Eva Schneider vom Mannlich-Gymnasium schon seit zehn Monaten an dieser Partnerschaft. Und natürlich möchten wir, dass unsere deutschen Freunde uns im kommenden Jahr in der Normandie besuchen." Lehrerin Eva Schneider selbst, sei hatte von deutscher Seite aus die Partnerschaft initiiert, zeigte sich nicht minder begeistert vom Erfolg des Projektes: "Die Schüler harmonieren richtig gut. Daumen hoch!"