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Forscher treffen sich zum wissenschaftlichen Austausch

Die beiden Gründungsdirektoren, die Professoren Jens Rettig (links) und Frank Zufall. Foto: Schlichter
Die beiden Gründungsdirektoren, die Professoren Jens Rettig (links) und Frank Zufall. Foto: Schlichter FOTO: Schlichter
Homburg. Vom 5. bis 7. Mai ist Homburg die Hochburg der Zellforschung im Bereich der Kalzium-Moleküle. Das klingt kompliziert und ist es auch. Aber gut zu wissen, dass auf dem Campus des Uniklinikums Spitzenforschung betrieben wird. Christine Maack

Homburg steht Anfang Mai im Zeichen der molekularen Medizin. Denn nach der Einweihung des imposanten Gebäudes der Physiologie auf dem Gelände des Uniklinikums und dem ersten wissenschaftlichen Kongress im September 2015 folgt nun die wissenschaftliche Routine.



Denn nun kommt ein im zweijährigen Turnus stattfindendes internationales Symposium nach Homburg , zu dem hochkarätige Forscher zu Gast sein werden. Für Laien geht es wieder um Kalzium-Signale, was sonst, zumal diesem Thema auch der gesamte Sonderforschungsbereich gewidmet ist. Der Titel hört sich schlichter an als das, was dahintersteckt: "SFB 894 Symposium, Cutting edge concepts in Calcium signaling", was so viel heißt wie Zukunftsweisende Konzepte in der Kalziumforschung.

Das Symposium dauert vom 5. bis 7. Mai, erwartet werden 22 Referenten, darunter wieder führende Wissenschaftler aus den Bereichen Immunologie, Neurowissenschaften und Sensorik, die ihre neuen Konzepte in der Calciumforschung präsentieren werden. Die Teilnehmer des "SFB 894 Symposiums" kommen aus ganz Europa, Japan, Kanada und den USA. Die Professoren vom Zentrum für Integrative Physiologie und Molekulare Medizin in Homburg , abgekürzt CIPMM, untersuchen, welche molekularen Prozesse dafür verantwortlich sind, dass Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer entstehen. "Wir wollen erforschen, was passiert, wenn die Systeme, nach denen die Moleküle sich vernetzen, defekt sind", sagt Professor Jens Rettig, der zusammen mit Professor Frank Zufall Gründungsdirektor des CIPMM ist. Neben ihm arbeiten auch die Professoren Dieter Bruns, Veit Flockerzi, Ulrich Boehm, Jutta Engel und Markus Hoth mit jeweils eigenen Forschungsgruppen in dem neuen, top ausgestatteten Gebäude. Für diese Forschung im Nanobereich braucht man sehr teure Geräte, hochauflösende Mikroskope und bildgebende Messgeräte, mit denen man das Signalsystem der menschlichen Zellen untersuchen kann. Gerade hat das CIPMM wieder Mikroskope der neuesten Generation bekommen. Spitzenforschung brauche nun mal Spitzengeräte, die Wissenschaft kennt da kein Pardon. Wer nicht ganz vorne mitspiele, habe im Rennen um neue Erkenntnisse keine Chance, so Jens Rettig. Die Konferenzen finden alle in Gebäude 48 statt. Die Vorträge sind öffentlich. Infos auch im Internet.

sfb894.uni-saarland .

de/start

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