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Flamme aus Bethlehem leuchtet nun auch in Homburg

Gemeinsam mit den Pfadfindern Patrik Merkel (links) und Anna Weber (rechts) brachte Matthias Omlor gestern Abend das Friedenslicht zum Homburger Weihnachtsdorf. Foto: Bernhard Reichhart
Gemeinsam mit den Pfadfindern Patrik Merkel (links) und Anna Weber (rechts) brachte Matthias Omlor gestern Abend das Friedenslicht zum Homburger Weihnachtsdorf. Foto: Bernhard Reichhart FOTO: Bernhard Reichhart
Homburg. Es hat inzwischen Tradition, dass Pfadfinder vor Weihnachten das in Bethlehem entzündete Friedenslicht auch in unserer Region an die Menschen weiterreichen. Weltweite Konflikte verleihen der Aktion besondere Aktualität. Bernhard Reichhart

. Sie holen das Friedenslicht, tragen es in die Welt hinaus und setzen damit ein Zeichen für den Frieden. Was 1986 als einmalige Aktion begann, haben die Pfadfinderverbände mittlerweile zur einer Tradition gemacht. Das in der Grabeskirche in der Geburtsstadt Jesu in Bethlehem entzündete Licht wird alljährlich am dritten Adventswochenende an Pfadfinderinnen und Pfadfinder weitergegeben. So wurde die Flamme jetzt auch nach Deutschland gebracht und dort am letzten Sonntag im Dom zu Speyer feierlich an die Gruppen übergeben, welche sie zu Weihnachten in vielen regionalen und lokalen Aktionen an "alle Menschen guten Willens" weiterreichen.

Dazu zählten auch elf Pfadfinderinnen und Pfadfinder der DPSG Kirrberg und Homburg-Zentral, die das Friedenslicht nach Homburg brachten und gestern Abend auf dem Homburger Weihnachtsdorf interessierte Menschen anboten. Dort wurden an der Flamme weitere Lichter entzündet, die dann in die Weihnachtsgottesdienste und an die Gläubigen weitergegeben werden.

Gerade in diesem Jahr gewinnt das Licht an Symbolkraft. Wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in vielen Teil der Welt und der damit verbundenen Flüchtlingsproblematik hoffen die Pfadfinder auf Frieden. Sie stellen die Aktion in diesem Jahr unter das Motto "Friede sei mit dir - Shalom - Salam" und setzen den Schwerpunkt auf den interreligiösen Dialog. "Wir wollen mit dem Friedenslicht ein kleines Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen", erklärte Matthias Omlor von den Kirrberger Pfadfindern, der zusammen mit Anna Weber und Patrik Merkel das Licht auf die Bühne brachte. "Nicht die Kerze ist das Symbol, sondern die Flamme ist wichtig", rief Omlor die Menschen auf, eine Kerze als Zeichen des Friedens mitzunehmen. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Kinder der Kindertagesstätte St. Michael.