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Ferienparole: Ran ans Wasser

Mallorca bleibt auch in diesem Sommer die beliebteste Ferieninsel der Deutschen. Foto: Uwe Bahn/dpa
Mallorca bleibt auch in diesem Sommer die beliebteste Ferieninsel der Deutschen. Foto: Uwe Bahn/dpa FOTO: Uwe Bahn/dpa
Homburg. Trotz oder gerade angesichts des bislang eher durchwachsenen Sommers ziehen Homburger Reisebüros eine zufriedene Zwischenbilanz. Hoch im Kurs ist der Urlaub am Meer – ob in Europa oder in der Ferne. Felix Lampert

Wer kennt das nicht: Bevor man sich in die wohlverdiente Erholungspause verabschieden und auf der Arbeit alle Fünfe gerade sein lassen darf, ziehen sich die letzten Tage wie Kaugummi. Doch an deren Ende steht meist die Urlaubsreise, die in puncto Vorfreude alle Erschöpfungsanzeichen vergessen macht. Das Warten hat sich gelohnt. Denn es warten Sommer, Sonne und das kühle Nass auf urlaubsreife Touristen, frei nach einem Spruch von Wilhelm Busch : "Froh schlägt das Herz im Reisekittel, vorausgesetzt, man hat die Mittel."



Diese Mittel zum Verreisen scheint die Bevölkerung im aktuellen Sommer in Homburg und Umland durchaus zu haben, da die in der Stadt ansässigen Reisebüros ein positives Zwischenfazit ziehen. "Das über viele Wochen anhaltend durchwachsene Wetter hierzulande hat das Geschäft nicht negativ beeinflusst, sondern vielmehr positiv", sagt Manuela Welker vom "Sonnenklar"-Reisebüro Dirk Hoffmann in der Saarbrücker Straße. Um das deutsche Schmuddelwetter hinter sich zu lassen, verschlägt es Reisende vermehrt in wärmere Gefilde. Spanien sei bei ihnen die unangefochtene Nummer eins bei den Kunden, so Welker. Das Tui-Reisecenter in der Talstraße beobachtet die gleiche Tendenz. "Mallorca und die Kanaren sind bei uns weit vorne", erklärt Reiner Luckscheiter. Dabei profitieren solche Reiseziele auch von den politischen Unruhen in der Türkei , die sich laut Luckscheiter in seinem Reisebüro drastisch ausgewirkt hätten. Das sieht Susanne Hüther vom Reisebüro "Holiday Land" in der Eisenbahnstraße ähnlich: "Die Leute überlegen sich, wohin sie in Urlaub fahren. Sie fahren dann eher an die Nordsee als in die Türkei oder nach Frankreich." Zur Erinnerung: Auch die französische Hauptstadt Paris war von einem Terroranschlag betroffen. Dass die Sicherheitslage kein Ausschlusskriterium ist, zeigt das Sonnenklar-Reisebüro Dirk Hoffmann. "Wir hatten viele Türkei-Buchungen und mussten nur wenige Reisen wieder umbuchen", erklärt Welker.

Die Last-Minute-Freunde, also diejenigen, die überaus spontan in den Urlaub aufbrechen, sind in diesen Ferien wie so oft zahlreich vertreten. Wichtig sei, dass diese Art der Klientel sich flexibel zeigt, betont Luckscheiter vom Tui-Reisecenter. "Die Kurzentschlossenen", führt er fort, "dürfen sich nicht auf Abflugtage oder -orte fixieren." Auf das Saarland übertragen bedeutet dies konkret: Man muss gegebenenfalls eine längere Fahrt nach Frankfurt in Kauf nehmen, um in die Ferien aufzubrechen, auch wenn der Flughafen Saarbrücken im näheren Umkreis liegt und die einfachere Lösung wäre. Für Last-Minute-Flüge geht es nicht nur in den Westen Europas in Richtung Spanien. Reiseziele rund um das Schwarze Meer genießen derzeit eine starke Nachfrage. "Gerade Hotels in Bulgarien waren am Anfang der Ferien bei uns schnell vergriffen", verrät Hüther vom Reisebüro Holiday Land.

Viele Urlauber erkunden inzwischen jedoch ebenfalls exotische Reiseziele , fernab von Europa. "Die Karibik steht dabei weit oben auf der Liste", weiß Hüther.

Ob auf den Bahamas oder in Barcelona am Mittelmeer. Es gibt viele attraktive Reiseziele , um in kristallklarem Wasser die Seele baumeln und die Alltagssorgen hinter sich zu lassen. Darauf freut man sich doch trotz Arbeit jedes Jahr aufs Neue.