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Fußball
FC Homburg II empfängt Borussia Neunkirchen

HOMBURG. Von Stefan Holzhauser

Normalerweise bestreiten die Saarlandliga-Fußballer des FC Homburg II ihre Heimspiele auf dem Kunstrasenplatz vor dem Waldstadion. Einmal im Jahr ist allerdings alles anders. Wenn Borussia Neunkirchen in Homburg gastiert, wird aus Sicherheitsgründen ins riesige Waldstadion ausgewichen. Am Samstag ist es um 16 Uhr wieder soweit. Es geht auch dieses Mal nur um drei Punkte, aber mit Sicherheit ist es für beide Mannschaften eine besondere Partie. Die Homburger sind nach neun Spieltagen mit elf Punkten Tabellenzehnter. Borussia Neunkirchen hat 16 Zähler gesammelt, was aktuell Rang fünf bedeutet.


„Wir spielen nun im Waldstadion auf einem großen Naturrasen. Dabei werden sich beiden Mannschaften viele Räume bieten. Es gilt, eine Topleistung abzurufen, um in diesem schweren Spiel bestehen zu können“, sagt der Homburger Trainer Andreas Sorg. Es liege seiner Elf derzeit besser, gegen Mannschaften anzutreten, die selbst Fußball spielen wollen und sich nicht sehr weit zurückziehen. „Man hat in Rohrbach oder Rehlingen gesehen, dass wir uns etwas schwerer tun, selbst das Spiel machen zu müssen. Es ist sicher, dass nun mit Borussia Neunkirchen eine Mannschaft zu uns kommt, die sich nicht hinten reinstellt.“ Sorg erwartet eine offene Partie, da sich seine Elf keineswegs verstecken werde. „Die Jungs sind heiß und wollen natürlich die jüngste Niederlage wieder wettmachen“, betont der Homburger Coach. Er müsse Niklas Schurig aus privaten Gründen ersetzen. Niklas Doll und Tim Krämer sind noch langzeitverletzt. „Und dann müssen wir noch abwarten, ob vielleicht Spieler aus dem Kader der 1. Mannschaft abgestellt werden. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut. Die Jungs lassen sich keinesfalls hängen und machen noch für sich Extraschichten. Wir sind immer noch auf einem sehr guten Weg – auch wenn im Moment die Ergebnisse nicht stimmen. Es gilt jetzt, wieder eine Schippe draufzulegen“, betont Sorg.

Neunkirchens Attila Serr, der gegen Rohrbach verletzt vom Platz getragen wurde, hat sich eine Meniskusverletzung zugezogen. „Es folgt eine OP. Er hatte vor einigen Jahren bereits das Kreuzband kaputt, was wohl nun mit gemacht wird. Er wird uns daher leider mehrere Monate lang ausfallen“, berichtet Borussias Trainer Björn Klos. Es sei bereits die dritte größere Verletzung in der laufenden Saison. Man dürfe aber nicht jammern und müsse das so hinnehmen. Dafür sei Tim Cullmann ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und werde auch wieder zum Kader stoßen. Auch bei Marco Dahler sehe es wieder besser aus. Vermutlich bleibe noch Neuzugang Janosch Scherer gesperrt. „Wir haben eh keinen Einfluss darauf, ob die Homburger Verstärkung von oben bekommen. So oder so wollen wir das Spiel gewinnen. Das hatten wir gegen die Elversberger genauso. Wenn wir auf dem Level spielen, auf dem wir können, dann können wir auch trotzdem einen Dreier holen“, meint Klos. Es wäre jetzt wichtig für seine Elf, nach dem jüngsten Erfolgserlebnis gegen Rohrbach nachlegen zu können. Nach zehn Spieltagen könne man aus der Tabelle erstmals etwas ablesen. Es gelte weiterhin, den Abstand auf die beiden ersten Tabellenplätze möglichst gering zu halten. In der vergangenen Saison sei es für die Borussen ein Vorteil gewesen, aufgrund der vom Ellenfeld her gewohnten Platzgröße im Waldstadion antreten zu können.