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Falschparker trüben Flohmarkt

Für den Halter dieses Autos wurde es, wie für viele andere Falschparker am Samstag, teuer. Die Parksituation ums Flohmarktgelände ist regelmäßig ein Problem. Foto: Michael Schneider
Für den Halter dieses Autos wurde es, wie für viele andere Falschparker am Samstag, teuer. Die Parksituation ums Flohmarktgelände ist regelmäßig ein Problem. Foto: Michael Schneider
Homburg. Im Mai gibt es erfahrungsgemäß einen der größten Floh- und Antiquitätenmärkte im Jahresverlauf. Mit über 1100 Händlern war er auch am vergangenen Samstag sehr gut beschickt, auch wenn ein kräftiger Platzregen dafür sorgte, dass Besucher und Anbieter kurz nach Mittag auseinander stoben Von Merkur-Mitarbeiter Michael Schneider

Homburg. Im Mai gibt es erfahrungsgemäß einen der größten Floh- und Antiquitätenmärkte im Jahresverlauf. Mit über 1100 Händlern war er auch am vergangenen Samstag sehr gut beschickt, auch wenn ein kräftiger Platzregen dafür sorgte, dass Besucher und Anbieter kurz nach Mittag auseinander stoben. Allerdings: Wie bei fast jedem größeren Homburger Flohmarkt gab es Probleme mit Autofahrern, die es mit der Wahl ihrer Parkplätze nicht so genau nahmen. Für Verdruss sorgten diese Verkehrsteilnehmer bei Einkaufsmärkten, aber auch bei Privatleuten, bei Fußgängern und Radfahrern. Die Kräfte des Homburger Ordnungsamtes hatten allerhand zu tun. Bis zur Mittagsstunde waren über 50 Falschparker festgestellt worden, die gebührenpflichtige Verwarnungen an den Scheibenwischern vorfanden. Seit April dieses Jahres, so erklärte Karlheinz Mörsch vom städtischen Ordnungsamt, können auch die Homburger Hilfspolizisten Fahrzeuge abschleppen lassen, wenn sie Zufahrten oder Rettungswege versperren. Am jüngsten Flohmarkt-Samstag waren zugeparkte Geh- und Radwege, Bushaltestellen und widerrechtlich benutzte Behinderten-Parkplätze die häufigsten Verstöße im öffentlichen Verkehrsraum. "Die Aussicht auf eine Verwarnung lässt manche Autofahrer doch lieber nach einem regulären Parkplatz Ausschau halten", sah Mörsch einen Erfolg der konsequenten Ahndung von Falschparken. Anlass, sich gegen Falschparker zu wehren, sehen an Flohmarkttagen zwei große Einkaufsmärkte. Am Hela-Parkplatz besah sich Security-Mann Dirk P. die Autos der Leute, die dort einfuhren. Wer hier keinen Einkauf plante, wurde höflich gebeten, doch anderswo zu parken. Für den Hinweis auf das kostengünstige Parkhaus hätten sich besonders Ortsfremde herzlich bedankt. "Die meisten Leute sehen das auch ein", berichtete der Security-Mann, aber es hat auch schon unerfreuliche Szenen gegeben: "Manche sagen, sie würden hier nie wieder was kaufen. Manche werden pampig und werfen uns die härtesten Schimpfworte an den Kopf." Ähnliches gilt für den nahe gelegen Aldi-Markt. Auch dort sieht man nicht ein, dass Flohmarkt-Besucher den Kundenparkplatz belegen. Zu einer sehr heftigen verbalen Auseinandersetzung kam es zudem in der Saarbrücker Straße, als der Anwohner Achim U. einen Pkw-Fahrer darauf hinwies, dass er auf Privatgelände stehe. Auch Elisabeth S. und Karin N. berichteten, dass zeitweise schon Garagenzufahrten zugeparkt waren, darunter sogar solche mit dem Hinweis auf Einsatzfahrzeuge. "Da stehst du oft schön blöd da", ärgerte sich Achim U. Einen Falschparker von Privatgelände abschleppen zu lassen, könne teuer werden. Die Firma halte sich oft mit der Rechnung an den privaten Auftraggeber. Einmal, so erinnerte sich einer der Gesprächspartner, bretterte ein Autofahrer wutentbrannt von einem Privatgrundstück, nachdem vor Zeugen sein Verhalten moniert worden war. Dabei fuhr der Mann gegen die Gartenmauer und beschädigte sein Fahrzeug.


Für den Halter dieses Autos wurde es teuer, wie für viele andere Falschparker am Samstag auch. Die Parksituation ums Flohmarktgelände ist regelmäßig ein Problem. Foto: Michael Schneider
Für den Halter dieses Autos wurde es teuer, wie für viele andere Falschparker am Samstag auch. Die Parksituation ums Flohmarktgelände ist regelmäßig ein Problem. Foto: Michael Schneider