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Fair Handeln als Schulprojekt

Homburg. Der Titel „Faire Schulklasse“ wird verliehen, wenn sich eine Klasse besonders mit fairem Handel befasst, Aktionen durchführt und darüber berichtet. Die Gemeinschaftsschulen in Limbach und Gersheim, die Willi-Graf-Schule und das Mannlich-Gymnasium in Homburg wurden ausgezeichnet.

Die Gemeinschaftsschulen in Limbach und Gersheim, die Willi-Graf-Schule und das Mannlich-Gymnasium in Homburg sind jetzt für ihre Projekte von der Fairtrade Initiative Saarbrücken mit dem Titel "Faire Schulklasse - Klasse des Fairen Handelns" ausgezeichnet worden. Das hat die Kreisverwaltung jetzt mitgeteilt.

Es war im August vergangenen Jahres, als sich der Saarpfalz-Kreis in den Reigen der Fairtrade-Landkreise einreihte. Bildungsaktivitäten zu fairem Handel sind eine der insgesamt fünf Kriterien, die zum Siegel führen. Über den Zuwachs beim Wettbewerb "Faire Schulklassen - Klasse des Fairen Handels" der Fairtrade Initiative Saarbrücken freute sich dann auch Landrat Theophil Gallo als Schulträger. "Die Projekte zeigen, dass den Schülern die Zusammenhänge im Konsumverhalten keineswegs moralisierend vermittelt werden, sondern erfahrbar aus einem lokalen und globalen Blickwinkel heraus."

Kreisbeigeordneter Hans-Jürgen Domberg (B90/Die Grünen) überreichte den "Fairtrade-Bewegten" bei der Feierstunde im Saarbrücker Schloss ihre Urkunden: "Ergänzend zu Kreistagsentscheidungen über Schulgebäudeneu- oder -umbauten ist es sehr aufschlussreich, einen Einblick in das Innenleben unserer Schulen zu erhalten. Bemerkenswert sind die Themenvielfalt und die Umsetzung im Klassen- und Kursverband. Wo es mir möglich ist, entscheide auch ich mich für Fairtrade-Produkte."

Der Titel wird tatsächlich verliehen, wenn sich ein Klassenverband in besonderem Maße mit fairem Handel im Unterricht befasst, Aktionen durchführt und darüber öffentlich berichtet. So soll der Fairtrade-Gedanke nicht nur an der Schule verbreitet werden. Die Projekte an den Schulen waren dabei durchaus unterschiedlich. Die Klasse 9c der Gemeinschaftsschule Kirkel-Limbach beschäftigte sich mit der Herstellung von Seifen im Rahmen des Chemieunterrichts und mit einer sich anschließenden Bildungseinheit zu fairem Handel. Die Schüler stellten mit Unterstützung von Doris Kratkey aus Beeden Seifen aus regionalen Zutaten her und boten diese zum Verkauf an.

Das dualisierte technische BGJ an der Willi-Graf-Schule in St. Ingbert organisierte einen Fußballworkshop mit Hintergrundinfos zu fairen Fußbällen, die sogar eigenhändig genäht wurden. Die Schule appellierte während der Feierstunde an eine faire Beschaffung von Fußbällen durch die Schul- und Sportämter.

Schülerinnen und Schüler im Seminarfach 12 am Homburger Christian von Mannlich-Gymnasium beschäftigten sich mit fairen Textilien und stellten eine Modenschau unter Einbindung von Fairtrade-Modefirmen auf die Beine. Ergänzend gab es in der Vorweihnachtszeit eine pfiffige, fair gehandelte Schokolade in einer Nikolausaktion. Im Jahrgang sieben des Kurses Handwerk und Technik an der Gemeinschaftsschule Gersheim standen ebenfalls Herkunft und Arbeitsbedingungen in der Textilbranche im Mittelpunkt. Es wurden Mäppchen aus fair gehandeltem Stoff genäht.

Neben den saarpfälzischen Schulen ging der Titel an Schulen im Regionalverband Saarbrücken, dem Landkreis Saarlouis und über die Landesgrenzen hinaus nach Luxemburg, Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.



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