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Faire Schultüte
Fair Gehandeltes für die Schultüte

Homburg. Wer hätte gedacht, dass eines Tages das traditionelle  Geschenk an die Erstklässler – die gute alte Schultüte – zum Objekt von guten Ratschlägen werden würde? Die Süßigkeiten-Industrie trägt sicherlich ihren Teil dazu bei. red

Aber auch diejenigen, die den fairen Handel im Blick haben.


Am 6. August stehe rund 1100 Kindern aus dem Saarpfalz-Kreis der große Sprung von den Kindertagesstätten in die Grundschulen bevor. Zum ersten Schultag gehöre dann nicht nur die Begrüßungsveranstaltung sondern auch das neue Klassenzimmer, die neuen Lehrer und eine volle Schultüte mit Spiel- und Naschzeug, so eine Mitteilung des Saarpfalz-Kreises.

Auch der Eine-Welt-Laden in Homburg möchten sich dabei empfehlen.  Die Fairtrade-Steuerungsgruppen aus dem Saarpfalz-Kreis haben kreisweit Zettel zur Aktion „Kommt nicht in die Tüte. Oder?“ an die Kitas verteilt. „Kindern zu erklären, wie Handel fair und gerecht sein kann, lässt sich an den Menschen, die auf Kakao- und Bananenplantagen arbeiten, oder am lokalen Bauer erklären“, sagt Beate Ruffing von der AG Fairtrade in der Kreisverwaltung. „Die Klassen 1.2, 2.2, 3.2 und 4.2 der Grundschule Kirchberg-Schlossberg wurden im zurückliegenden Schuljahr als „faire Klasse“ ausgezeichnet. Kitas, viele davon auch zertifizierte „Faire Kitas“, unterstützen die Aktion und vermitteln den Vorschulkindern bereits hier, wo die Produkte herkommen und unter welchen Bedingungen die Produzenten und deren Familien leben. Die Auszeichnung „Faire Kita“ trägt  die protestantische Kita Schwarzenacker.

Auch Produkte, die in der Nähe hergestellt wurden, wie man sie beispielsweise in den  Bliesgau-Regalen in vielen Geschäften findet, eignen sich gut für die Schultüte.  Man muss den Kindern natürlich keine Apfelsaftflaschen in die Tüte packen, aber ein schön bemalter Gutschein über einen Familienausflug zu einem Bauernhof, wo man Honig, Saft, Kräuter und Milchprodukte probieren kann, erfreut die Kinder auch.