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| 21:19 Uhr

Es ist wieder Jazz-Sommer

Homburg. Endlich hatte das Warten ein Ende. Am Wochenende startete der Jazz-Sommer bei schönstem Wetter auf dem historischen Marktplatz. Mit der Band "Andy Cooper's Euro Top 8" hatten die Gastgeber genau die richtigen Musiker in die Altstadt geholt, um den letzten Winter-Muff hinwegzufegen Von SZ-Mitarbeiter Michael Schneider

Homburg. Endlich hatte das Warten ein Ende. Am Wochenende startete der Jazz-Sommer bei schönstem Wetter auf dem historischen Marktplatz. Mit der Band "Andy Cooper's Euro Top 8" hatten die Gastgeber genau die richtigen Musiker in die Altstadt geholt, um den letzten Winter-Muff hinwegzufegen. Dicht besetzt war der Marktplatz, als der britische Bandleader Andy Cooper zur Klarinette griff und seine Musiker mit dem temperamentvollen "From the Top" den Jazz-Sommer als klingendes Homburger Markenzeichen eröffneten. Er habe schon so etwas wie Entzugs-Erscheinungen gespürt, sagte Paul Schmid, der den Auftakt nicht versäumen wollte. Ähnlich äußerte sich Hartmut Selbach, der sich schon auf die "Euro Top 8" gefreut und extra seine Kamera mitgebracht hatte. Zumindest in Sachen Musik müsste Homburg den Status eines Kurorts bekommen, meinte Ewald Roth. Ein so hochkarätiges Jazz-Programm, zudem noch bei freiem Eintritt, habe er in keiner anderen Stadt bisher erlebt. Dem pflichtete auch seine Frau Margarete bei. Die Anziehungskraft des Jazz-Sommers ließ sich an Stammgästen ebenso ablesen wie an Besuchern, die von weit her nach Homburg gekommen waren und den Jazz-Sommer genießen wollten. Im Publikum saßen auch Jazz-Fans, deren Wohnorte weit weg von Homburg liegen. Ursprünglich hatte Rudolf Bock den Besucher mit der weitesten Anfahrt mit einem kleinen Präsent überraschen wollen. Dann entschloss er sich, drei Gäste auszuzeichnen. Ein Jazz-Liebhaber kam aus Rostock, ein weiterer aus Tübingen, und dann meldeten sich noch zwei Gäste aus Berlin. Das freute natürlich die Interessengemeinschaft Homburger Altstadt und die Stadt Homburg als Gastgeber des Jazz-Sommers. Der sei ein echtes Aushängeschild, sagte Oberbürgermeister Karlheinz Schöner. Zu danken habe er aber nicht nur Paul Schönborn und Rudolf Bock fürs Programm und das Engagement der Bands. Sponsoren seien gerade in Anbetracht der angespannten Haushaltslage enorm wichtig, so Schöner. Ehe die Leute auf dem Marktplatz ungeduldig wurden, legten die Leute von "Euro Top 8" dann aber richtig los. Jeder für sich ein exzellenter Könner an seinem Instrument, alle zusammen eine ausgezeichnete Jazzband mit Musikern von überall in Europa. Klarinettist und Bandleader Andy Cooper hatte zudem noch die Lacher auf seiner Seite, als er dem Homburger OB nach dessen Ansprache noch einen Schmatzer auf die Wange drückte. Ob das nun Posaunist Jan Bateman war, Saxofonist John Barnes, Trompeter Enrico Tomasso, die Bläser der Euro Top 8 waren einsame Spitze. Mehr als ein Mal gab es Applaus für die mit Herzblut gespielten Soli, die auch aus Standards immer wieder etwas aufregend Neues machten. Das Publikum darf sich nach dem furiosen Auftakt auf viele weitere Schmankerl freuen, von der Ragtime Band bis zum puristischen und zum experimentellen Jazz. An jedem letzten Samstag im Monat gibt es übrigens wieder den Kinder-Flohmarkt.