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„Es gibt wirklich so viele Brezeln!“

Auch ein gemeinsamer Kegelabend der Schülerinnen und Schüler stand beim Schuman-Austausch auf dem Programm. Foto: Jan Weisler/Mannlich-Gymnasium
Auch ein gemeinsamer Kegelabend der Schülerinnen und Schüler stand beim Schuman-Austausch auf dem Programm. Foto: Jan Weisler/Mannlich-Gymnasium FOTO: Jan Weisler/Mannlich-Gymnasium
Homburg. Seit Jahren verbringen deutsche Achtklässler im Zeichen der deutsch-französischsprachigen Begegnung zwei Wochen in Lothringen, Luxemburg oder Belgien. Der Gegenbesuch fand jetzt am Mannlich-Gymnasium statt. red

Der jährlich stattfindende Schuman-Austausch führt Jugendliche aus vier Staaten an der Homburger Unesco-Projektschule, dem Mannlich-Gymnasium zusammen "Und außerdem sagen die Schüler hier ,Hallo' zu den Lehrern, wenn sie sie begrüßen; es geht viel lockerer zu" - so war das Fazit einer der 14 Schülerinnen und Schüler , die vor kurzem im Rahmen des Schuman-Austauschprogramms am Christian-von-Mannlich-Gymnasium zu Gast waren. Bereits seit vielen Jahren steht der Spätherbst im Zeichen der deutsch-französischsprachigen Begegnung, wenn deutsche Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe acht für zwei Wochen nach Lothringen, Luxemburg oder Belgien gehen, um dort den Schulalltag ihrer Altersgenossen mitzuerleben. Der Rückbesuch im Saarland oder auch in Rheinland-Pfalz liegt meist im November. Diesmal waren tatsächlich wieder alle vier Nationen am individuellen Familienaustausch beteiligt, der nach dem "Vater Europas", Robert Schuman , benannt ist. Schuman selbst hatte deutsche und luxemburgische Eltern. Er war später unter anderem französischer Außenminister. Der Vorzeigeeuropäer gab hier also dem Austauschprogramm seinen Namen.



In den beiden Wochen in Homburg konnten die jungen Franzosen, Luxemburger und Belgier manche ihrer Klischees über Deutschland bestätigt sehen: "Es gibt wirklich so viele Brezeln!". Aber meist waren es doch die Gemeinsamkeiten, die im Vordergrund standen: Schule, Freunde, Familie, heißt es in der Pressemitteilung des Gymnasiums weiter. Für viele war zum Beispiel die Tradition des St.-Martin-Umzugs neu. Wichtig war allen, einfach "nur" am Alltag der deutschen Partner teilzunehmen, zum Sport mitzugehen, einen Spaziergang mit dem Hund zu unternehmen und festzustellen, dass in diesem Jahr die Zuteilung der Austauschpartner bei allen ausgesprochen gelungen war.

Bei gemeinsamen Aktivitäten wie einem Kegelabend und gemeinsamem Essen kamen sich die Schüler ebenso näher wie beim Ausflug zum Besucherbergwerk Rischbachstollen , wo saarländische Regionalgeschichte lebendig und selbst mit Hammer und Meißel erfahrbar wurde. So zeigten sich dann auch Schulleiter, Wolfram Peters, und Organisatorin, Uta Elisabeth Neumüller, zum Ende froh über 14 gelungene Tage gelebter deutsch-französisch-luxemburgisch-belgischer Freundschaft.

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