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Sanierungen auf dem Schlossberg
Neues Dach schützt Treppe der Ruine

Axel Ulmcke, Dagmar Pfeiffer, Raimund Konrad und Christoph Palm (von links) unterm neuen Dach.
Axel Ulmcke, Dagmar Pfeiffer, Raimund Konrad und Christoph Palm (von links) unterm neuen Dach. FOTO: Jan Emser/Stadt Homburg
Homburg. Homburger Förderkreis Stadtmarketing investiert 14 000 Euro in Baumaßnahme auf dem Schlossberg. Von Thorsten Wolf

Während sich Stadt, Stadtrat und Stadtverwaltung seit längerer Zeit darüber Gedanken machen, wie man den Homburger Schlossberg mit seinen Höhlen und seiner Ruine attraktiver machen kann, Stichworte „Aufzug“ und „neues Besucherzentrum“ (wir berichteten), arbeitet man unterdessen von anderer Stelle aus an kleinen Verbesserungen innerhalb der Relikte der Hohenburg. So wurde in dieser Woche die Überdachung eines Aussichtspunktes offiziell vorgestellt.


Nun mag man darüber nachdenken, warum die Vorstellung eines Daches von großer Bedeutung ist – ist es in diesem Fall aber schon, handelt es sich doch um einen Wetterschutz über dem Treppenturm an der Kapponiere, einem Schutzgang zwischen zwei großen Bereichen der Hohenburg. Dieser Treppenturm verbindet in diesem Bereich das „Erdgeschoss“ der Anlage über eine stählerne Wendeltreppe mit den Anlageteilen darüber – und war bislang Wind und Wetter ausgesetzt. Und immer dann, wenn eben das Wetter nicht mitspielte, dann spülten Regen und Wind Dreck und Gestein in den Treppenaufgang und macht ihn so mitunter nur schwer begehbar. Da aber dieser Abschnitt zum Rundweg über die Ruine gehört, schränkte das mitunter die Zugänglichkeit zur gesamten Anlage ein.

Jetzt sieht das Ganze ganz anders aus, ein Runddach deckt nun den Treppenaufstieg und bietet zudem Wetterschutz, wenn man von dort aus mal einen langen Blick in die Ruinenlandschaft werfen will – gerade zu Beginn der nasskalten Jahreszeit mit Sicherheit keine Fehlinvestition auf dem Schlossberg. Auf der Festung kann nun nämlich ein Teil der ehemaligen Burganlage trockenen Fußes, besser gesagt trockenen Hauptes, begangen werden. Möglich gemacht habe das, so Jan Emser von der Pressestelle der Stadt Homburg am Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung, der Förderkreis Stadtmarketing, „der eine Überdachung der Wendeltreppe finanzierte, die im Innern eines Turm-Aufgangs installiert wurde. Mit der Herstellung des Regen- und Wetterschutzes konnte auch ein Rundweg über die Ruinen wieder freigegeben werden, der vorher nicht genutzt werden konnte.“



Als zu Beginn der Woche die neue Bedachung offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde, waren auch alle die da, die in der Umsetzung des Projektes ihren Anteil hatten: Mit Christoph Palm und Axel Ulmcke die Spitze des Förderkreises Stadtmarketing sowie Dagmar Pfeiffer als Förderkreis-Geschäftsführerin und Amtsleiterin für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung bei der Stadt Homburg. Christoph Palm stellte klar, dass der Förderkreis gerne Dinge finanziere, die bei der Stadt nicht immer ganz oben auf Prioritätenliste stünden, aber dennoch für dass Stadtbild wichtig seien. Axel Ulmcke wiederum präzisierte die Arbeiten, die an dem Turm gemacht wurden, um diesen wieder sicher begehen zu können. Das Problem sei der mangelnde Schutz bei Regen gewesen, sodass immer wieder Teile des Sandsteins sich lösten und auf die Treppe herabfielen. „In diesem Zustand konnte der Treppenaufgang nicht genutzt werden“, so Ulmcke.

Die Besucherinnen und Besucher, die nun den Auf- und Abgang nutzen, werden an dessen höchster Stelle nun auch ein Schild vorfinden, das auf die finanziellen Unterstützer dieser neuen Anlage hinweist, denn der Förderkreis besteht aus Homburger Unternehmen, die Investitionen oder Dienstleistungen finanziell unterstützen. Für die Stadt bedankten sich Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und der zuständige, ehrenamtliche Beigeordnete für Kultur, Raimund Konrad, beim Förderkreis Stadtmarketing für die gern gesehene Unterstützung. Für die Stahlkonstruktion und den Dachaufbau wurden annähernd 14 000 Euro bereitgestellt.

Mit der Investition an der Ruine der Hohenburg am Schlossberg hat der Förderkreis Stadtmarketing übrigens nicht zum ersten Mal finanziell Flagge für Homburg gezeigt. In der Vergangenheit gab es beispielsweise auch Geld für die Sanierung des Marktbrunnens auf dem historischen Marktplatz in der Altstadt, für den Kauf der großen Weihnachtssterne in der Stadt und auch für die Aktion Stadtradeln. Insgesamt zehn Homburger Unternehmen engagieren sich im Förderkreis. „Wir initiieren Projekte, die dann von der Stadt weiter getragen werden, sofern sie sich bewähren“, so Förderkreis-Geschäftsführerin Dagmar Pfeiffer. Dabei übernehme man keine Pflichtaufgaben, sondern „wir kümmern uns mit um das Image der Stadt Homburg“.

Nun geschützt mit einem Dach kann der Treppenaufgang an der Kapponiere auf dem Schlossberg in Homburg jetzt wetterunabhängig genutzt werden.
Nun geschützt mit einem Dach kann der Treppenaufgang an der Kapponiere auf dem Schlossberg in Homburg jetzt wetterunabhängig genutzt werden. FOTO: Thorsten Wolf