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| 10:41 Uhr

Geschehnisse rund um das Rathaus Homburg
Ermittlungen gegen Bürgermeister Roth

Zum einen wurden aufgrund richterlicher Durchsuchungsanordnung die Privatwohnung des Bürgermeisters wie auch seine Diensträumlichkeiten im Rathaus der Kreisstadt Homburg durchsucht.
Zum einen wurden aufgrund richterlicher Durchsuchungsanordnung die Privatwohnung des Bürgermeisters wie auch seine Diensträumlichkeiten im Rathaus der Kreisstadt Homburg durchsucht. FOTO: Ulrike Stumm
Homburg. Die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken hat weiterhin die Geschehnisse rund um das Rathaus Homburg im Blick. Von Peter Neuheisel

Nachdem gegen Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) inzwischen in der Detektivaffäre Anklage wegen Untreue erhoben wurde (wir berichteten), gegen seinen Vorgänger, Alt-OB Karlheinz Schöner (CDU) ebenfalls Ermittlungen laufen, befindet sich nun auch der zweite Mann der Stadt, Bürgermeister Klaus Roth (CDU) im Visier der Staatsanwälte.

Gegen Roth wird wegen des Tatverdachts der Untreue und des Betrugs ermittelt. Am Mittwochmorgen wurden unter Hinzuziehung von Beamten des Landespolizeipräsidiums richterliche Durchsuchungsanordnungen  vollstreckt, wie es in der Mitteilung vom Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Christoph Rebmann heißt.

Zum einen wurden die Privatwohnung des Beschuldigten wie auch seine Diensträumlichkeiten im Rathaus Homburg durchsucht. Zum anderen wurden ebenfalls wegen des Tatverdachts der Untreue und des Betrugs auch die Privat- und Geschäftsräume des Homburger Elektrounternehmers D. sowie die Privat- und Geschäftsräume des Neunkircher IT-Unternehmers  S.  durchsucht.   Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen bestehe ein Tatverdacht, dass Roth sich selbst bedient haben soll. Der 54-Jährige soll als Bürgermeister Aufträge an Firmen vergeben haben, wobei die Auftragssumme über Umwege an ihn persönlich zurückgeflossen sein soll. Dabei geht es unter anderem um den Aufbau eines IT-Netzwerkes im  Rathaus Homburg. Die Staatsanwaltschaft vermutet, das Aufträge  an Firmen gegangen sei, bei denen Roth laut Staatsanwaltschaft zwar nicht mehr auf dem Papier, aber faktisch Geschäftsführer sei. Das IT-Netzwerk in der Stadtverwaltung sei bis heute nicht installiert, die 35 000 Euro jedoch wurden bezahlt und sollen dann bei Roth gelandet sein.

Auf die Unregelmäßigkeiten ist die Staatswaltschaft bei ihren Ermittlungen gegen Alt-OB Schöner gestoßen, wie Pressesprecher Rebmann auf Nachfrage bestätigt. Auch dabei spielt das Elektrounternehmen D. eine Rolle.