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Erinnerung an Bombenangriffe

Homburg. Jürgen Neumann

Vor 70 Jahren, am späten Abend des 14. März 1945, erlebte Homburg den schwersten Bombenangriff seiner Geschichte. 206 Menschen starben durch die alliierten Luftangriffe, hunderte wurden teils schwer verletzt. Unter den Opfern waren Männer, Frauen und Kinder, aber auch Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Anlässlich dieses Erinnerns läuteten am Samstag ab 20 Uhr für zehn Minuten die Glocken der protestantischen Stadtkirche, der katholischen Kirchen in Homburg , Erbach und Kirrberg, um an das Ereignis zu erinnern. In den Gottesdiensten am Wochenende wurde zwischen Bexbach, Kirkel und Homburg dieses Geschehens gedacht und in den Fürbitten für den weltweiten Frieden gebetet. Insgesamt gab es in Homburg seit 1944 bei 37 Bombenangriffen 430 Tote.

Viele Homburger, Einöder, Kirrberger, Beeder und Schwarzenbacher waren am Samstag bereits ab 11 Uhr auch in die Nachbarstadt Zweibrücken gekommen. Die Stadt, die katholischen und evangelischen Kirchen und das Bündnis Buntes Zweibrücken hatten bis 18 Uhr zum "Gedenken an die Zerstörung Zweibrückens" am 14. März 1945 mit einem Kulturprogramm unter dem Motto "Frieden, Vielfalt und Toleranz" aufgerufen. Es gab "nur 211" weil die meisten Zweibrücker Bewohner zur Zeit der Bombardierung aus der "Roten Zone" am Westwall evakuiert waren. Die Stadt wurde damals zu 90 Prozent zerstört.