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Schüler und Schülerinnen des Saarpfalz-Gymnasiums, die sich an der Sammelaktion des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge  beteiligen (von links): Lisa Kästner, Clemens Heß, Sofie Toleikis, Klara Büchel, Paula Schreier, Jannik Martens, Helene Mäusle, Malek Al Kadah, Laurin Seichter und Natalie Gaura
Schüler und Schülerinnen des Saarpfalz-Gymnasiums, die sich an der Sammelaktion des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge  beteiligen (von links): Lisa Kästner, Clemens Heß, Sofie Toleikis, Klara Büchel, Paula Schreier, Jannik Martens, Helene Mäusle, Malek Al Kadah, Laurin Seichter und Natalie Gaura FOTO: Eberhard Jung
Das Saarpfalz-Gymnasium in Homburg beteiligt sich derzeit an der VDK-Sammelaktion für den Frieden.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. (VDK) wurde nach den schlimmen Erfahrungen mit dem Ersten Weltkrieg im Jahre 1919 auf Privatinitiative gegründet. Die junge Weimarer Republik litt dermaßen unter den Belastungen des Krieges und des Versailler Friedensvertrages, dass sie keine ausreichenden finanziellen Mittel für die Erhaltung der zahllosen Kriegsgräber, insbesondere im Ausland, zur Verfügung stellen konnte.


Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges (1945) verschärfte sich das Problem zunächst. Die 1949 gegründete Bundesrepublik Deutschland beauftragte und unterstützte den Volksbund, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Außerdem betreute der Volksbund die Angehörigen der Toten in Fragen der Kriegsgräberfürsorge und fördert bis heute die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet, so dass auch Begegnungen von Menschen verschiedener Nationen an den Ruhestätten und Mahnmalen der beiden Weltkriege stattfinden.

Insbesondere junge Mitbürger engagieren sich für diesen Friedensdienst und die internationale Versöhnung. Außerdem finden jedes Jahr im Herbst Haus- und Straßensammlungen statt, an denen sich Zehntausende aller Altersgruppen im ganzen Bundesgebiet beteiligen, um die rund 2,7 Millionen deutschen Kriegsgräber in 45 Ländern zu erhalten und zu pflegen. Sie sind Mahnmale für Frieden und gegen Krieg, Orte der Trauer und des Gedenkens. Es ist allgemein üblich, dass Kriegstote ein „ewiges Ruherecht“ haben.



Mein Freund Laurin Seichter und ich nehmen in diesem Jahr schon zum zweiten Mal an der Sammelaktion des VDK teil. Unser Saarpfalz-Gymnasium macht schon seit vielen Jahren mit. Als Idealisten möchten wir einen Teil zur Erhaltung des Friedens beitragen, indem wir den VDK unterstützen, der sich für Völkerverständigung, Versöhnung und die Erinnerung an die grausamen Kriege und deren Opfer einsetzt. Das Andenken daran ist essenziell für eine demokratische Gesellschaft. Wir sollten es uns immer wieder bewusst machen, dass Frieden und Demokratie nicht selbstverständlich sind und aktive Unterstützer brauchen.

Gerade in der heutigen krisenhaften Zeit gibt es Entwicklungen in der Welt, die uns große Sorgen bereiten. Wir sollten aus unserer Vergangenheit lernen, damit wir nicht noch einmal die gleichen Fehler machen, die Millionen Menschen das Leben kosten. So kann durch gezielte Friedenserziehung im Idealfall der Grundstein gegen weitere Kriege und Gewaltherrschaften gelegt werden. Eine wichtige Voraussetzung dazu ist auch ein vereintes und starkes Europa, das nach den beiden Weltkriegen sich energisch um Weltfrieden bemüht.

Die Tatsache, dass so viele Gleichgesinnte die Sammelaktion unterstützen, macht uns Mut und dient als Motivation, sich weiter für diesen guten Zweck zu engagieren. Tausende freiwillige Helfer, Bundeswehrsoldaten und Reservisten, Vereine, Organisationen und Schüler, sind in diesen Tagen überall in Deutschland mit der Sammelbüchse für den Volksbund unterwegs.

Im Saarland fand die Sammlung in der Zeit vom 27. Oktober bis 18. November statt. Das dazugehörige Motto des VDK lautet: „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden!“

Malek Al Kadah, 9c des
Saarpfalz-Gymnasiums

Unbekannter Soldat aus Kirrberg.
Unbekannter Soldat aus Kirrberg. FOTO: Eberhard Jung