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Partnerschaft
Eine weitere Partnerstadt für Homburg

Schon am Montag und kurz nach ihrer Ankunft erkundete die Delegation aus Albano Laziale, geführt von Homburgs Kulturbeigeordnetem Raimund Konrad (rechts), die Homburger Innenstadt, eines der Ziele war der Freiheitsbrunnen am Rondell der Eisenbahnstraße.
Schon am Montag und kurz nach ihrer Ankunft erkundete die Delegation aus Albano Laziale, geführt von Homburgs Kulturbeigeordnetem Raimund Konrad (rechts), die Homburger Innenstadt, eines der Ziele war der Freiheitsbrunnen am Rondell der Eisenbahnstraße. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Eine Delegation aus der italienischen Stadt Albano Laziale besucht derzeit Homburg. Dahinter steckt der Wunsch nach einer Städtepartnerschaft. Am Donnerstag könnte möglicherweise eine Art „Vor-Partnerschaft“ besiegelt werden. Von Thorsten Wolf

Zwei Städtepartnerschaften hat Homburg schon, eine mit La Baule in Frankreich und eine mit Ilmenau in Thüringen. Nun könnte eine dritte dazu kommen, derzeit weilt ein Delegation aus Albano Laziale, einer Stadt in unmittelbarer Nähe zu Rom, in Homburg. Das Ziel der Gäste: Den Grundstein für eine Partnerschaft über die Alpen hinweg zu legen.


Jürgen Kruthoff, Pressesprecher der Stadt Homburg: „Man war in Albano Laziale auf der Suche nach einer Partnerstadt in Deutschland. Über den persönlichen Kontakt der in Erbach gebürtigen Christina Roth-Avalle, heute Ehefrau des Partnerschaftsbeauftragten von Albano Laziale, Vincenco Avalle, kam dann den Kontakt mit Homburg zustande.“ Eine erste Anfrage habe es schon vor längerer Zeit gegeben, nun sei es gelungen, einen Besuchstermin und auch ein entsprechendes Programm zu realisieren. Und die italienische Delegation, in Homburg seit Montagmittag, hatte und hat einiges auf dem Plan stehen. Eben am Montag ging es, geführt von Homburgs ehrenamtlichen Kulturbeigeordneten Raimund Konrad, auf einem Rundgang durch die Innenstadt – von der Talstraße über beide Teile der Eisenbahnstraße bis zum historischen Marktplatz. Wer wollte, der konnte dann auch noch hinauf auf den Schlossberg. Gestern nun standen eine Werksführung bei Schaeffler Technologies, eine Fahrt zum Gut Königsbruch, Informationen zum Universitätsklinikum samt Rundfahrt über den Uni-Campus sowie ein Ausflug ins Beeder Biotop und ins Römermuseum auf dem Programm. Das reine Informations-Angebot rund um Homburg soll heute mit einer Werksbesichtigung bei Theiss Naturwaren in den Rohrwiesen, einem Besuch bei der Karlsberg-Brauerei und einem Einblick in die Geschichte des Schlosses Karlsberg enden.

Was schon in den ersten Stunden klar geworden sei, so Kruthoff, sei der Umstand, dass die mögliche Partnerschaft auf italienischer Seite gedanklich schon recht weit fortgeschritten sei. Die werde sich möglicherweise schon am Schlusstag des Besuchs zeigen, wenn am Donnerstag anlässlich einer kleinen Pressekonferenz die beiden Verwaltungschefs, Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidwind und Albano Laziales Bürgermeister Nicola Marini, möglicherweise ihre Unterschrift unter eine Art von „Vor-Partnerschaft“, einen „Freundschaftspakt“, setzen. Dies stehe aber, wie Kruthoff verdeutlichte, gegenwärtig noch nicht fest. In jedem Fall habe es bislang von beiden Seiten durchaus positive Signale gegeben, aus Sicht der Stadt Homburg werde man „offen an die Sache herangehen“. Wie es konkret weiter gehen wird und welche Schritt als nächstes folgen könnten oder sollten, dazu konnte  Kruthoff gestern noch nichts sagen, möglicherweise bringe die Pressekonferenz am Donnerstag hier weitere Informationen. Man fasse durchaus schon jetzt einen Gegenbesuch in Albano Laziale im kommenden Februar ins Auge. Grundsätzlich, das verdeutlichte Kruthoff gestern gegenüber unserer Zeitung, sei für Homburg vor allem der Austausch im Bereich der Jugend wichtig.



Doch mit welcher Stadt könnte Homburg nun seine dritte Städtepartnerschaft schließen? Albano Laziale liegt rund 40 Kilometer von Rom entfernt. Sie gehört zur „Città Metropolitana di Roma Capitale“ (Metropolitanstadt Rom Hauptstadt), dem Rechtsnachfolger der Provinz Rom.

Mit etwas über 41 000 Einwohnern ist sie vergleichbar groß wie Homburg. Albano ist Sitz eines katholischen Bistums. Bislang hat Albano Laziale vier Städtepartnerschaften, so ist man mit Belgard und Köslin in Polen sowie mit Alytus in Litauen und landesintern mit Savelli in Kalabrien verbunden. Ein Partnerschaft mit Homburg wäre damit die erste mit einer deutschen Stadt.