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Eine Reise durch die Vergangenheit gegen das Vergessen

Homburg. Die Psychosozialen Projekte Saarpfalz zeigten im Homburger Forum David Sievekings Film „Vergiß mein nicht“. Darin dokumentiert er die Alzheimer-Demenz seiner Mutter Gretel und stieß damit auf große Resonanz. bea

130 Besucher waren in den großen Sitzungssaal des Homburger Forums gekommen, der diesmal als eine Art Kinosaal fungierte. Die lokale Allianz für Menschen mit Demenz im Saarpfalz-Kreis unter der Federführung der Psychosozialen Projekte Saarpfalz zeigte hier den Film "Vergiß mein nicht" von David Sieveking. Erzählt wird darin die Geschichte von David und seiner an Alzheimer-Demenz erkrankten Mutter. Sieveking entdeckt durch die Alzheimer-Demenz seiner Mutter Gretel den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit, zur Geschichte ihrer Ehe und zu den Wurzeln der gemeinsamen Familie. Liebevoll und mit zärtlicher Distanz dokumentiert er ihren geistigen und körperlichen Abbau und seine Versuche, ihr das Leben zu erleichtern. Mit viel Sinn für kleine Gesten und für den Zauber des Augenblicks schafft er ein feinfühlig heiteres Familienporträt: Die würdevolle, niemals rührselige Reise durch ein Menschenleben, an dessen Ende ein Anfang steht, in dem die Familie neu zueinanderfindet, schreiben die Veranstalter.

Begrüßungsworte gab es zunächst von Horst Schneider, Geschäftsführer der Psychosozialen Projekte Saarpfalz und Sprecher der lokalen Allianz sowie Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind , der ausdrücklich das Engagement der Psychosozialen Projekte Saarpfalz und des lokalen Allianz-Netzwerks lobte. Im Anschluss an den Film konnten die Besucher Fragen an die Fachärztin Jennifer Kennel von der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums in Homburg sowie an Andreas Sauder von der Landesfachstelle für Demenz in Saarlouis und Christian Brenner vom Pflegestützpunkt stellen.

Am Ende zeigte sich: Die Veranstaltung stieß auf positive Resonanz. Am Donnerstag, 26. März, 18 Uhr, wird der Film ebenfalls mit einer anwesenden Fachrunde für mögliche Fragen im Kreiskrankenhaus in St. Ingbert zu sehen sein.