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Besuch beim Bundespräsidenten
Ein süßes Stück Saarland für den Präsidenten

Begegnung mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau: (v.l.) Laurin Seichter, Malek Al Kadah, Selina Bins, Elke Büdenbender (mit der Schokoladenkreation des Juniorunternehmens aus dem Saarpfalz-Gymnasium mit den Umrissen des Saarlandes), Frank-Walter Steinmeier (mit dem Buch „Welt aus den Fugen“), Johannes Eckardt, Eberhard Jung und Cecilia Klein.
Begegnung mit dem Bundespräsidenten und seiner Frau: (v.l.) Laurin Seichter, Malek Al Kadah, Selina Bins, Elke Büdenbender (mit der Schokoladenkreation des Juniorunternehmens aus dem Saarpfalz-Gymnasium mit den Umrissen des Saarlandes), Frank-Walter Steinmeier (mit dem Buch „Welt aus den Fugen“), Johannes Eckardt, Eberhard Jung und Cecilia Klein. FOTO: Jung/Saarpfalz-Gymnasium
Homburg. Homburger Gymnasiasten trafen in der Saarbrücker Staatskanzlei auf den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Von red

Beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Saarland war auch die Kreisstadt Homburg gut vertreten. Je eine Delegation aus dem Christian-von-Mannlich-Gymnasium unter der Leitung von Jan Weißler und aus dem Saarpfalz-Gymnasium mit dem Lehrer Eberhard Jung waren in der Staatskanzlei. Der Bundespräsident und seine Gattin Elke Büdenbender nahmen sich viel Zeit für Gespräche mit den Gästen und gingen von Stehtisch zu Stehtisch.


Am Thementisch „Nachwuchsjournalisten, Blogger und SZ macht Schule“ trafen sie auf die achtköpfige Gruppe des Saarpfalz-Gymnasiums, bestehend aus Schülersprecher Johannes Eckardt, Selina Bins, der Vorstandsvorsitzenden des Juniorunternehmens „Schoko la Saar“, der „Wortseglerin“ Elisa Weber, Teilnehmern der AG Geschichte (Cecilia Klein, Malek Al Kadah und Laurin Seichter) sowie den Lehrern Eberhard und Helga Jung. Besondere Aufmerksamkeit widmeten der Bundespräsident und seine Frau dem neuesten Buch der AG Geschichte mit dem Titel „Welt aus den Fugen. Unsere Demokratie braucht aktive Unterstützer!“. Während seine Frau die reich bebilderte Dokumentation durchblätterte und das Begleitschreiben las, erkundigte sich Steinmeier, ob die Arbeitsgemeinschaft regelmäßig solche Schriften herausgebe, welche Themen aktuell im Geschichtsunterricht behandelt würden. Selina Bins stellte couragiert das Juniorunternehmen des Saarpfalz-Gymnasiums vor und brachte das Paar mit den Schokoladenkreationen in Form des Saarlandes zum Staunen: „Schoko la Saar“ zum Reinbeißen und Genießen. Das kam überall gut an. Auch Ministerpräsident Tobias Hans und seine Frau waren fasziniert von dem Ideenreichtum der Saarpfälzer, denen mit ihren Gaben Gastgeschenke gelungen sind, die wohl noch lange in Erinnerung bleiben.

Eine geheimnisvolle Einladung der Staatskanzlei des Saarlandes erreichte im Vorfeld des Treffens auch das Christian-von-Mannlich-Gymnasium vor einigen Wochen. Um eine Veranstaltung zum Thema Demokratie sollte es gehen, um das Übernehmen von Verantwortung in der Gesellschaft. Damit um Inhalte also, die für die Homburger Unesco-Projektschule Kernelemente ihres Profils sind. Schülerinnen und Schüler sollten für die Teilnahme ausgewählt werden, die sich in vorbildlicher Weise als Redakteure des Schulmagazins „Mannlich.mag“ hervorgetan haben. Im fünften Jahr publiziert das Mannlich-Gymnasium mittlerweile das Magazin, über das Bildungsminister Ulrich Commerçon in einem Vorwort schrieb, es setze „im Saarland Maßstäbe“.



Große Vorfreude stellte sich ein, als schließlich offiziell bekannt wurde, dass die Gymnasiasten dafür ausgewählt wurden, mit rund 100 anderen geladenen Gästen aus den Bereichen Medien, Ehrenamt, Journalismus und Schule auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dessen Frau Elke Büdenbender zu treffen, die im Rahmen ihrer „Deutschlandreise“ zum Antrittsbesuch im Saarland sind.

„Orte der Demokratie“ stellt der Bundespräsident in den Mittelpunkt dieser Besuche und er möchte dabei vor allem auf Menschen treffen, die durch ihr vorbildliches gesellschaftliches Engagement zur Spitze unserer demokratischen Kultur gehören.

So trafen fünf Gymnasiasten des Mannlich-Gymnasiums an diesem Dienstag, begleitet von ihrem Lehrer Jan Weißler, der mit seinem Kollegen Friedel Böhnlein für das Schulmagazin verantwortlich ist, auf den ersten Mann im Staat und die zahlreichen Ehrengäste aus der saarländischen Landespolitik.

In seiner Ansprache in der Staatskanzlei machte der Bundespräsident den Gästen Mut, sich für die Demokratie zu engagieren. Die Bereitschaft, sich in der Gesellschaft einzusetzen, müsse wertgeschätzt werden, gerade in Zeiten, in denen es Anzeichen dafür gebe, dass man sich um die Demokratie kümmern müsse. Das zeige sich zum Beispiel daran, dass die Sprache härter werde und Hass allenthalben durchschlage.

Bei der sich anschließenden Gesprächsrunde bestärkte Steinmeier die Schüler in ihrem Engagement für die Demokratie. Mannlich-Schülersprecher Nils Zarn, Klasse 12, zeigte sich danach beeindruckt von der Offenheit des Präsidenten und seiner Frau und auch Maike Schröer, Schülerin der 9. Klasse am Mannlich und Mitglied der Querdenker-Fördergruppe, war besonders von der „Nähe und Gesprächsbereitschaft des Bundespräsidenten beeindruckt“. Für eine freudige persönliche Note des Gesprächs sorgte Naomi Seitz, Klasse 10, die sich dem Bundespräsidenten als seine Patentochter vorstellte. Für das siebte Kind der Familie übernimmt der Bundespräsident die Ehrenpatenschaft – so wie bei Naomi. Auf dieser gemeinsamen Ebene blieben Bundespräsident Steinmeier und seine Frau lange am Mannlich-Tisch und posierten nach intensivem Gespräch gut gelaunt mit den Homburger Schülern für ein Erinnerungsfoto. „Ein tolles Erlebnis“, und ein „wirklich ganz anderes Gefühl im direkten Kontakt mit Politikern“ fassten Osman Ibo und Niklas Thum nach der Veranstaltung ihre Eindrücke zusammen.

Am Rande des Empfangs kamen die Mannlich-Schüler auch mit dem frisch gewählten Ministerpräsidenten Tobias Hans ins Gespräch, der als Absolvent des Christian von Mannlich-Gymnasiums von seiner Zeit als Redakteur des Schulmagazins zu erzählen wusste, das damals noch „Mannlich im Spiegel“ hieß. Wenn auch der Weg von der Redaktion eines Schulmagazins in eine politische Spitzenposition sicherlich kein Automatismus ist, so sagt die Mitarbeit dort doch viel über das Lernen und Leben demokratischer Werte. Wer sich dort aktiv und verantwortlich dafür einsetzt, dass unsere Gesellschaft eine gute Zukunft hat, der hat mehr gelernt als das, was ein klassischer Fächerkanon lehren kann.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm sich trotz großer Runde noch Zeit für ein Gespräch mit Maike Schröer  und Naomi Seitz (von links).
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahm sich trotz großer Runde noch Zeit für ein Gespräch mit Maike Schröer und Naomi Seitz (von links). FOTO: Jan Weissler/Mannlich-Gymnasium