| 20:35 Uhr

BBZ-Absolventen
Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Am Dienstag konnten BBZ-Schulleiter Norbert Moy (links) und die verantwortlichen, stellvertretenden Abteilungsleiter Stephanie Najork und Udo Heger (rechts) nicht nur alle Schüler der Abschlussklassen der technischen Berufe verabschieden, sondern auch noch die jeweils Klassenbesten auszeichnen.
Am Dienstag konnten BBZ-Schulleiter Norbert Moy (links) und die verantwortlichen, stellvertretenden Abteilungsleiter Stephanie Najork und Udo Heger (rechts) nicht nur alle Schüler der Abschlussklassen der technischen Berufe verabschieden, sondern auch noch die jeweils Klassenbesten auszeichnen. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Homburger Berufsbildungszentrum Paul-Weber-Schule verabschiedet seine Absolventen der technischen Berufe. Von Thorsten Wolf

Mit einer kleinen Feierstunde in der Aula verabschiedete das Berufsbildungszentrum Homburg, die Paul-Weber-Schule, am Dienstag die Abschlussklassen der technischen Berufe – anwesend waren auch einige Vertreter der Unternehmen, bei denen die jungen Leute in den zurückliegenden Jahren ihre Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker, Industriemechaniker und anderen Facharbeiter-Berufen absolviert haben, darunter Schaeffler und auch Bosch.


Den Part der Begrüßung der Absolventen und der Firmenvertreter übernahmen Stephanie Najork und Udo Heger, beide stellvertretende Abteilungsleiter im Bereich der beruflichen Schulen. Beide stellten den Dank an die Lehrerteams der Abschlussklassen an den Beginn ihrer Grußworte und wiesen dabei auch auf einige Änderungen im Schulbetrieb hin, die die Absolventen während ihrer Berufsschulzeit erlebt hatten. Allen Rednern des Vormittags war gemeinsam, den Absolventen einiges an Nützlichem mit auf den nun beginnenden Berufsweg zu geben, um die Zukunft mit Erfolg zu meistern. Udo Heger: „Mancher von Ihnen ist sich derzeit noch nicht so im Klaren darüber, was er in der Zukunft macht, was ihm die Zukunft bringt, wie er sich entscheidet. Ich hoffe, dass sich das mit diesem Tag heute ein wenig ändert und Sie sich langsam aber sicher klar darüber werden, was die Zukunft für Sie bedeutet.“

Vor diesem Hintergrund und abhängig von den ganz persönlichen Zielen, die sich die jungen Leute nun für sich selbst formulierten, riet Heger den Absolventen dabei auch, über eine Weiterbildung, so zum Meister oder Techniker oder auch über ein Studium nachzudenken. Die damit verbundene Steigerung im Gehalt „sollte vielleicht für Sie ein Anreiz sein, um Ihre persönlichen Ziele umsetzen zu können“.



Auch Schulleiter Norbert Moy rückte den Blick seiner Absolventinnen und Absolventen in die nun beginnende Zukunft und verknüpfte dies auch mit dem Motto der kleinen Abschlussfeier. „Erfolg hat drei Buchstaben: T, U und N, also ‚Tun‘. Sie haben es getan, Sie haben erfolgreich den Berufsabschluss des Facharbeiters erreicht und stehen nun zum einen am Ende ihrer Ausbildung, gleichzeitig aber auch am Fuß einer Leiter, die mehr oder weniger steil nach oben geht.“ Sprossen dieser Leiter könnten die von Udo Heger angesprochenen Ausbildungen zum Meister oder Techniker oder auch ein Studium sein, „letztendlich hängt es von Ihnen ab, wie weit sie beruflich gehen wollen.“ Nun stelle sich die Frage, so Moy, wie man diese Leiter erklimmen könne. Hier zeigte er sich sicher, dass die, die sich in ihrem Unternehmen entsprechend bemühten, auch damit rechnen könnten, dass dieses Bemühen positiv auffällt. „Und dann wird man zu gegebener Zeit auf Sie zukommen und Sie fragen, ob Sie sich weiterbilden möchten.“

So stehe den Absolventen das ganze berufliche Leben offen. Doch gehe es, auch darauf wies Norbert Moy nachdrücklich hin, nicht nur um den Erfolg im Beruf, auch gesellschaftlicher Einsatz, etwa ein ehrenamtliches Engagement, sei wichtig als Teil des Lebens. Abschließend zeigte sich der Schulleiter sicher, dass alle Absolventen gut gerüstet seien für die Herausforderungen einer modernen Gesellschaft. In der von den beiden Schülern Melis und Tarek musikalisch gestalteten Feierstunden hatte dann, bevor es zur Zeugnisübergabe samt Bestenehrung ging, Pfarrer Christian Weber das Wort. Er stellte die Begriffe „Abenteuer“ und „Orientierung“ in den Mittelpunkte seiner Rede. Doch ist der berufliche Alltag tatsächlich ein Abenteuer, so Weber in einer rhetorischen Frage. „Ist es nicht eher das Gegenteil, ist es nicht eher Routine? Wie bei vielem kann man auch da sagen: Es kommt drauf an, was man draus macht! Letztendlich habt Ihr es in der Hand, dass der Alltag etwas Besonderes ist. Wenn Ihr mit offenen Augen und Interesse für die Menschen durch euer Leben geht, dann wird unter Umständen auch der Alltag zum Abenteuer!“.