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Fußball
Ein Derby zur Meisterehrung

Homburgs Trainer Jürgen Luginger feiert mit dem FC Homburg die Meisterschaft in der  Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Meisterehrung ist an diesem Samstag.
Homburgs Trainer Jürgen Luginger feiert mit dem FC Homburg die Meisterschaft in der  Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Meisterehrung ist an diesem Samstag. FOTO: mh / Markus Hagen
Homburg. In der Fußball-Oberliga empfängt Spitzenreiter FC Homburg den FC Hertha Wiesbach, der auf keinen Fall Geschenke verteilen will. Von Ralph Tiné

Seit zwei Wochen steht der Titelgewinn des FC Homburg in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar fest. Vor dem Spiel gegen den FC Hertha Wiesbach am Samstag um 14 Uhr im heimischen Waldstadion wird der FCH nun auch offiziell als Meister gekürt. „Für die Spieler ist es schön, mit der Ehrung nochmal vor Augen geführt zu bekommen, was sie in dieser Saison erreicht hat“, sagt der Homburger Erfolgstrainer Jürgen Luginger. Mehr als freundlicher Applaus ist von den Gästen aus Wiesbach zu diesem Anlass allerdings nicht zu erwarten. „Wir fahren nicht nach Homburg, um mit dem FCH die Meisterschaft mit zu feiern, sondern wir wollen dort auch etwas mitnehmen“, stellt Michael Petry klar. Nach zuletzt zwei Niederlagen und drei Unentschieden will der Trainer der in der Tabelle an Platz acht platzierten Herthaner am Samstag die „aktuelle Phase, in der es mal wieder nicht so gut läuft“ beenden. „Wir haben unsere Höhen und Tiefen - das zieht sich bei uns schon durch die ganze Saison“, sagt Petry.


Auch die Grün-Weißen können mit den letzten Ergebnissen nicht zufrieden sein. Seit dem vorzeitigen Titelgewinn musste der FCH ein 0:2 beim FV Diefflen und ein – wenn auch unglückliches – 1:1 bei Eintracht Trier hinnehmen. Ist die Luft nach dem frühzeitigen Triumph raus beim souveränen Spitzenreiter? „Das würde ich so nicht sagen. Vielleicht haben die letzten fünf Prozent gefehlt, aber das ist nur menschlich“, nimmt Luginger seine Jungs in Schutz. Der 50-Jährige weiß, was auf seine Mannschaft zukommt und erwartet beim Derby am Samstag eine Steigerung: „Gegen uns werden sie nochmal alles reinhauen. Das ist für Wiesbach ein Highlight. Da müssen wir dagegen halten.“

Petry glaubt nicht, dass der momentane Durchhänger beim direkten Wiederaufsteiger von Dauer sein wird. Der 41-Jährige erinnert sich, wie er als Spieler mit dem 1. FC Saarbrücken 2009 die Oberliga-Meisterschaft ähnlich souverän holte. „Damals hatten wir nach dem Titelgewinn auch zwei oder drei Spiele verloren, dann aber auch wieder souverän gewonnen. Ich gehe davon aus, dass sich Homburg nach den ganzen Feierlichkeiten jetzt wieder voll auf Fußball konzentriert“, sagt Petry. Der Trainer ermahnt seine Mannschaft: „Dass wir, wie zuletzt beim 1:2 gegen Jägersburg, in der Schlussphase so viele Gegentore kassieren, hat auch mit Problemen bei der Konzentration zu tun. Das müssen wir am Wochenende in den Griff bekommen, sonst könnte es ein böses Erwachen geben.“



Beim FCH laufen derweil die Zukunftsplanungen. Nach den Verpflichtungen des Mannheimers Daniel di Gregorio und Kevin Maek von der SV Elversberg kündigt Luginger weitere Zugänge an. „Wir werden versuchen, in den nächsten zwei bis drei Wochen weitere Neuverpflichtungen zu präsentieren.“ Dass FCH-Vorstandschef Herbert Eder den Aufstieg in die 3. Liga als Ziel für die nächsten beiden Jahre ausgegeben hat, sieht der Trainer positiv. „Es ist schön, so ein Ziel zu formulieren. Damit muss man nicht hinter dem Berg halten. Als FC Homburg sollte man sich solche Ziele setzen.“