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Juniorfirma
Die Schokoladenseite des Saarlandes

Bei der Hauptversammlung des Juniorunternehmens "schoko la saar" gaben die Schülerinnen und Schüler Auskunft über die bisherige Entwicklung und die Ziele ihres Projekts.
Bei der Hauptversammlung des Juniorunternehmens "schoko la saar" gaben die Schülerinnen und Schüler Auskunft über die bisherige Entwicklung und die Ziele ihres Projekts. FOTO: Bill Titze
Homburg. Die Juniorfirma „schoko la saar“, angesiedelt am Saarpfalz-Gymnasium, verkauft Schokolade – in Form des Saarlandes. Mitte Februar gibt’s die ersten Tafeln. Von Bill Titze

In jüngerer Zeit haben junge Unternehmer gerne  mit neuen, visionären Ansätzen Erfolg und sorgen so für Aufsehen,wobei diese sich freilich vor allem eher in Großstädten ansiedeln. Aber auch in Homburg gibt es junge Menschen, die kreativ sind und sich Gedanken über mögliche Produkte machen, die es so noch nicht gibt und die sich möglicherweise auch auf dem freien Markt behaupten können.


Zu diesen Jugendlichen kann man die elf Schüler des Saarpfalz-Gymnasiums zählen, die im Rahmen des Seminarfachs ein Juniorunternehmen gegründet haben. Der Name:  „schoko la saar“. Die Idee, die hinter diesem Unternehmen steht, ist verblüffend einfach: Verkauft wird Schokolade in der Form des Saarlandes.

Bei der Hauptversammlung von „schoko la saar“ berichteten die Jugendlichen aus der Klassenstufe elf, was sie mit ihrem Unternehmen bereits erreicht haben, wie die Produktion abläuft und welche Ziele sie sich gesetzt haben. Dabei ging Selina Bins von „schoko la saar“ zunächst auf die Entwicklung der Idee ein. „Wir wollten vor allem ein Produkt entwerfen, das einen gewissen Heimatbezug hat. So sind wir auf die Idee gekommen ein Nahrungsmittel in Form des Saarlandes zu kreieren. Da die meisten Menschen Schokolade mit Genuss verbinden, haben wir uns dafür entschieden.“ Daraufhin habe man sich mit Unternehmen in der Region in Verbindung gesetzt, um Unterstützung für das Projekt zu erhalten. So kamen Kooperationen mit zahlreichen Firmen zustande, die dem Juniorunternehmen mit Rat und Tat zur Seite stehen und beispielsweise mit der Herstellung der Schokolade einen wichtigen Teil der Arbeit leisten.

„Der Vertrieb der Produkte soll schließlich über kleinere Geschäfte, aber auch über größere Discounter laufen“, so Selina.

Ziel des Unternehmens sei ein möglichst großer wirtschaftlicher Erfolg, der schließlich einem guten Zweck zugute kommt. „Wir möchten das eingenommene Geld an das Kinderhospiz in Homburg spenden und uns auch darüber hinaus dort engagieren.“



Auch im Landeswettbewerb im Mai, bei dem verschiedene Juniorunternehmen gegeneinander antreten, wolle man möglichst weit kommen. Abgesehen von den eher kurzfristigen Zielen, denken die Jugendlichen auch schon an die persönliche berufliche Zukunft. „Man bekommt mit dem Projekt einen Einblick in die Welt der freien Wirtschaft und lernt Dinge, die später auch bei der Berufswahl wichtig werden können“, stellt Tillmann Braul fest.

Die Arbeit, die die Jugendlichen für das Erreichen ihrer Ziele investieren, ist bemerkenswert. „Die meisten Termine sind außerhalb der Schulzeit und dadurch nimmt das Projekt auch einen großen Teil unserer Freizeit ein“, erzählt Selina Bins. „Aber in erster Linie macht es viel Spaß mit seinen Freunden zu arbeiten.“ Ob sich die harte Arbeit gelohnt hat und das Produkt auch  auf dem Markt bestehen kann, wird sich dann ab  Mitte Februar zeigen, wenn die ersten 3000 Tafeln in den Sorten Vollmilch, Zartbitter und weiße Schokolade in den Verkauf gehen.